Mi, 17. Jänner 2018

Kennedy-Attentat

07.06.2010 10:33

Oswalds Fluchttaxi um 36.000 Dollar versteigert

Ein Museum im US-Staat Illinois hat das Fluchttaxi von Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald ersteigert. Das Fahrzeug wurde für 35.750 Dollar verkauft, wie das kanadische Auktionshaus RM Auctions am Sonntag mitteilte. Das Taxi gehörte seit 1979 dem inzwischen geschlossenen Pate Museum of Transportation in Texas und wird nun im Museum Historic Auto Attractions zu bewundern sein.

Oswald hatte den Wagen nach den tödlichen Schüssen auf US-Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 zur Flucht genutzt. Er wurde wenig später als Verdächtiger festgenommen und zwei Tage darauf von dem Nachtklub-Besitzer Jack Ruby erschossen.

"Es gab keine Verschwörung"
Aus Geltungssucht habe Oswald den Präsidenten erschossen, sagte später sein Bruder Robert Oswald. "Es gab keine Verschwörung. Er traf alle Entscheidungen selbst." Robert Oswald hat seinen Bruder in dem Buch "Lee: Ein Porträt von Lee Harvey Oswald" beschrieben. Seine Schilderung des Attentats als Tat eines Einzelgängers stimmt mit dem Ergebnis der von der US-Regierung damals eingesetzten Kommission überein, die 1964 keine Verschwörung feststellte.

"Er wollte sich einen Namen machen"
Lee Harvey Oswald hatte vom sechsten Stock eines Gebäudes, in dem er arbeitete, geschossen. "Der Grund, warum Lee auf den Präsidenten zielte, war Gelegenheit und nichts anderes", erklärte Robert Oswald. "Wenn er dort nicht gearbeitet hätte oder das Auto des Präsidenten einen anderen Weg genommen hätte, wäre es nicht passiert. Es gibt keine Figuren im Schatten. Er wollte sich einen Namen machen, und diese Gelegenheit kam zufällig."

Geltungssucht wegen schwerer Kindheit?
Die Geltungssucht Lees erklärte Robert Oswald mit der schlimmen Kindheit. Nach dem Tod ihres Vaters habe ihre Mutter sie in Waisenhäuser gegeben. Lee sei noch nicht einmal drei Jahre alt gewesen, als er einen Tag nach Weihnachten weggebracht worden sei.

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