Do, 23. November 2017

Zeiten ändern sich

06.06.2010 18:31

Lauter Ruf nach flexibleren Arbeitszeiten

Zu wenig Arbeit in der Krise, zu viel in besseren Zeiten: Flexibilisierung heißt die Lösung, die sowohl Wirtschaft als auch Gewerkschaft wollen – unter der sie aber verschiedene Dinge verstehen. In Linz haben sich beide Seiten von Experten erklären lassen, wie Verbesserungen machbar wären.

"Alles ginge mit Betriebsvereinbarungen", erklärte Arbeitsrechts-Professor Franz Schrank vor einem Industrieforum der Wirtschaftskammer. Die Gewerkschaft beharrt aber auf kollektivvertraglichen Arbeitszeiten. Sie fürchtet, dass die Wirtschaft "die Arbeit verbilligen" wolle. Schrank widerspricht nicht: "Es geht um beides."

Aber eben auch darum, dass starre Arbeitszeiten nicht mehr der raschen Dynamik in der Produktion entsprechen – ein Problem, das auch Wifo-Forscher Stephan Schulmeister sieht, den sich der ÖGB für eine Konferenz über "Arbeit fair teilen" nach Linz holte.

"New Deal" für Europa
Die Kurzarbeit habe sich in der Krise bewährt, analysiert Schulmeister und schlägt eine generell kürzere Arbeitszeit vor – nicht zu Lasten der Arbeitnehmer, aber auch nicht der Arbeitgeber: "Es muss sich für das Unternehmen lohnen."

Den Sparkurs Europas, der dagegen steht, hält Schulmeister für falsch: "1930 haben die USA erfolgreich das Gegenteil getan." Auch gegen die heutige Krise helfe ein "New Deal", der die sozial Schwachen stärkt.

Kronen Zeitung


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