Fr, 24. November 2017

Im Großeinsatz

03.06.2010 18:48

Dauerregen löste Überflutungen und Vermurungen aus

90 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden: Das haben viele Bäche und Flüsse in Salzburg nicht mehr verkraftet. In der Nacht zum Feiertag gab es daher in allen Landesteilen außer im Lungau Hochwasseralarm. 81 Feuerwehren rückten mit 1.300 freiwilligen Helfern aus. Hunderte Keller waren überflutet, ganze Straßenzüge vermurt. Mittlerweile ist die Situation aber unter Kontrolle.

Mehrere Meteorologen hatten es vorausgesagt: Spätestens am Mittwochabend würden die Bäche über die Ufer treten. Und genau so war es auch. "Bei uns liefen die Telefone heiß. Jede Minute meldete sich ein neues Opfer", hieß es im Landesfeuerwehrkommando.

Am schlimmsten traf es die Gemeinden Taxenbach (im Bild links die vermurte B311 und die Bahnstrecke), Weißbach, Saalfelden, Oberndorf und Hallein. Über die Ufer getretene Bäche überschwemmten die Keller Dutzender Einfamilienhäuser. Zum Teil waren auch Schulen und öffentliche Gebäude betroffen. Zusätzlich verlegten Muren die Dientner Landesstraße und die Mühlbacher Straße. Dort konnten die Feuerwehren die Fahrbahnen rasch wieder freimachen. In Kleinarl wurde die Landesstraße durch einen Hangrutsch zur Gänze verschüttet. Die Aufräumarbeiten dauerten am Donnerstag an.

Dramatische Szenen in Oberndorf
Großalarm gab es am Mittwochabend auch für die Feuerwehren in Oberndorf. "Gegen 18 Uhr ging es los. Seither haben wir nicht eine einzige Minute gerastet", schildert Wilfried Brandstätter, Einsatzleiter der Feuerwehr in Oberndorf. Brandstätter und seine Männer mussten zuerst in den Stille-Nacht-Bezirk ausrücken. "Wir pumpten 20 Keller aus." Dann die nächste "Baustelle": Die Alte Landesstraße war überflutet. "Das Wasser stand einen halben Meter hoch. Wir haben es mit 30 Geräten in die Salzach gepumpt (im Bild rechts oben). Diese Maschinen schaffen bis zu 800 Liter pro Minute."

Überschwemmung in der Polizeiinspektion Hallein
Auch Otto Miller und seine Kollegen von der Feuerwehr Hallein hatten alle Hände voll zu tun (rechts unten im Bild). Der Keller der Polizeiinspektion musste ausgepumpt werden. Eine Tischlerei sowie ein Dutzend Privathäuser standen unter Wasser. Und dann verlegte eine Mure die Winterstallstraße am Dürrnberg. Trotzdem konnten die Aufräumarbeiten am Donnerstagabend abgeschlossen werden.

von Manuela Kappes (Kronen Zeitung) und krone.at

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