Di, 12. Dezember 2017

Unfassbar

01.06.2010 17:18

Mörder lebte sechs Jahre offiziell als Asylwerber im Land

Sechs Jahre lang hat ein mutmaßlicher russischer Mörder unter seinem richtigen Namen unerkannt in Österreich gelebt. Der Mann war als Asylwerber anerkannt. Als er jetzt von Passau nach Oberösterreich einreisen wollte, wurde der 31-Jährige bei einer Routinekontrolle verhaftet.

Mit drei Komplizen soll der 31-Jährige im Februar 2004 in Tschetschenien aus einem fahrenden Auto heraus mit Sturmgewehren auf zwei Männer geschossen haben. Ein Opfer starb. Seither war der russische Staatsbürger auf der Flucht, suchte in Österreich um Asyl an und bekam zwei Jahre später als anerkannter Asylwerber einen Pass und lebte unbehelligt in Wolfsburg (Kärnten).

Ein im November 2009 ausgestellter internationaler Haftbefehl wurde nicht mit den Asyl-Daten abgeglichen. Erst als er jetzt von Passau nach Oberösterreich fahren wollte, wurde der 31-Jährige kontrolliert. Und der bayrische Polizeicomputer spuckte den Haftbefehl aus. Der Tschetschene wird ausgeliefert.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden