So, 19. November 2017

Prozess in Linz

30.05.2010 08:55

Illegaler Zigarettenhandel - Mann verurteilt

94.000 Stangen Schmuggelzigaretten soll ein Linzer laut Schätzung des Staatsanwaltes verkauft haben. Der Mann, der bereits zweimal wegen illegalen Zigarettenhandels verurteilt wurde, war durch seinen aufwändigen Lebensstil in Verdacht geraten. Beim Prozess in Linz kam er allerdings wieder mit einem blauen Auge davon.

Abgaben- und Monopolhehlerei warf Staatsanwalt Rainer Schopper dem Mann vor. Für seinen florierenden Zigarettenhandel hatte er sich ein Lager in Innertreffling im Mühlviertel angelegt. Nach einem anonymen Hinweis wurde er mittels Peilsender an seinem Auto ein Monat lang observiert.

3.179 Stangen Zigaretten fanden die Beamten in seinem Lager. Der Staatsanwalt ging aber von einem viel umfangreicheren Geschäft aus. Hochgerechnet sollte der Linzer demnach seit 2006 insgesamt 94.000 Stangen Zigaretten verhehlt haben.

Sechs Monate Haft und 240.000 Euro Geldstrafe
Zugeben wollte der Angeklagte vor Gericht jedoch nur die tatsächlich sichergestellten Zigaretten. Seinen Lebensstil mit teuren Uhren und mehreren Autos erklärt er mit Beteiligungen an Nachtklubs und "diversen Geschäften". Monatlich wurden am Konto seiner ahnungslosen Gattin Einnahmen von 7.000 Euro verbucht.

Die ehemalige Rotlichtgröße kam mit dieser Taktik durch: Verurteilung wegen 4.100 Stangen Zigaretten zu sechs Monate Haft und 240.000 Euro Geldstrafe oder zwölf Monate Ersatzfreiheitsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Kronen Zeitung

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