Sa, 25. November 2017

21-Jähriger geprellt

28.05.2010 15:58

Polizei warnt vor neuer Internet-Betrugsmasche

Die Gutgläubigkeit und das Mitleid von Menschen nutzen Internet-Betrüger aktuell wieder schamlos aus. Davor hat die Sicherheitsdirektion am Freitag gewarnt. Mail-Adressaten sollten an einen im Ausland gestrandeten Bekannten Geld überweisen. Betroffen waren die E-Mail-Kontakte eines 21-jährigen Internetusers aus Steyr, ähnliche Betrugsversuche wurden aber auch schon in anderen Bundesländern angezeigt.

Der Steyrer wurde per Mail von seinem Freemailbetreiber aufgefordert, alle seine Accountdaten, wie Passwörter, seine Bankverbindungen und seine Kreditkartendaten zu melden und eine Ablichtung seines Reisepasses beizulegen. Andernfalls werde sein Zugang gesperrt.

Daten übermittelt
Der Internetuser kam dieser Aufforderung nach und übermittelte alle Daten. Daraufhin wurden vom Absender des Mails die Accountdaten verändert. Der bisherige User kann seinen Account nun nicht mehr verwenden. Gleichzeitig wurde an alle im Account gespeicherten Mailadressen ein Mail versandt, wonach der User sein Geld und seine Kreditkarten im Ausland verloren habe.

Die Empfänger wurden ersucht, ihm Bargeld mittels Money-Transmitter zu übermitteln. Ob das jemand tatsächlich gemacht hat, ist noch ungeklärt.

Häufiger Schmäh
Dem Bundeskriminalamt (BK) sei dieser Bluff bereits bekannt, sagte BK-Sprecher Helmut Greiner. "Leider ist das mittlerweile gängige Praxis." Greiner machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass es keine Internet-Betreiber gebe, die Daten oder Passwörter verlangen würden, "ohne dass man zuvor etwas bestellt hat".

Wer ähnliche Benachrichtigungen erhält, sollte sofort mit seinem Dienstanbieter Kontakt aufnehmen und fragen, was es damit auf sich hat. Die Daten sollten keinesfalls ohne Rückfrage übermittelt werden.

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