Sa, 18. November 2017

Neue Gewitterfront

27.05.2010 19:43

OÖ kam bei Unwetter bisher mit blauem Auge davon

Heute ist der schönste Tag – mit Sonne und Sommertemperaturen. Das sollte im Garten und am Feld genutzt werden. Denn die Tiefs Anja und Zaza schaufeln schon die nächsten Regenwolken heran. Dann stehen wieder lokale Unwetter bevor - wie jenes, das in der Nacht zum Donnerstag eine Schneise von Braunau bis Steyr zog - Roßbach war nach dem Gewitter "Land unter" (Bild).

31,4 Liter je Quadratmeter in 30 Minuten – Enns bekam laut dem Messnetz der Zentralanstalt für Meteorologie den meisten Regen ab. Hunderte Feuerwehrleute rückten im Land ob der Enns zu 74 Einsätzen aus. Meist waren es überflutete Keller und auch Straßen.

Am meisten hatten die Helfer in Aspach und in Sierning zu tun. Hier stand etwa in den Räumen eines Sozialvereins der Schlamm knöchelhoch. "Büro und Werkstätte standen bis zu 20 Zentimeter unter Wasser", so Gerhard Wöss vom Verein STI.

Unserer eigenen Gewitter-Maschine
Im Vergleich zu anderen Gebieten Österreichs kam unser Bundesland aber glimpflich davon. In der Buckligen Welt (NÖ) war es am schlimmsten – nach Murenabgängen schaut es aus wie in einer Schlammwüste. Auch Tornados, die sogar Bodenkontakt hatten, wurden beobachtet - zwei Niederösterreicher starben.

Laut ZAMG-Meteorologen Michael Butschek ist kaum Besserung in Sicht. Am Wochenende wird's in Oberösterreich gewittrig. Denn sobald die Sonne scheint, verdunstet Wasser, das derzeit genügend vorhanden ist. Der Dampf steigt auf, bildet Wolken – und schon kracht es wieder. Wir sitzen derzeit auf unserer eigenen Gewitter-Maschine. Regen kann in die gesättigten Böden kaum eindringen - die Folge sind Überflutungen.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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