Mo, 11. Dezember 2017

Zittern um Gehälter

27.05.2010 17:41

Pleitegeier kreist über dem Rathaus von Neunkirchen

Gähnende Leere herrscht derzeit in der Stadtkassa von Neunkirchen im südlichen Niederösterreich: "Lange wurde versucht, das Thema Finanzen schönzureden, allmählich gibt es aber kein Halten mehr", klagt Stadtchef Herbert Osterbauer. Jetzt müssen sogar die Gemeindebediensteten um ihre Löhne zittern. "Ohne Unterstützung von Bund und Land geht es nicht weiter", heißt es.

Man stehe am Rande des finanziellen Ruins, erklärte nun der neue VP-Bürgermeister. Die Schuld sieht er bei seinen Vorgängern, den roten SP-Stadtchefs wirft er Misswirtschaft vor – was diese natürlich zurückweisen.

Nicht anders ist die Lage in vielen anderen Gemeinden: "Wir sparen so gut es geht", heißt es aus Wiener Neustadt. "Aber wir brauchen Unterstützung, alleine geht es nicht", so der Appell an Bund und Land. Bürger müssen sich bald auf Sparpakete einstellen. Erhöhungen bei Gebühren für Kanal oder Müll sowie weniger kommunale Förderungen drohen.

Mehr Geld vom Bund will auch Gemeindevertreter-Präsident Alfred Riedl (VP), etwa im Sozialbereich. Ansonsten setzt er auf die Partnerschaft mit dem Land: "Die funktioniert hervorragend." SP-Mann Rupert Dworak: "Ein Unterstützungspaket ist jetzt nötig." Bereits 137 Kommunen im Land sind in die roten Zahlen gerutscht. Dworak rechnet mit einem Anstieg auf 250 Gemeinden.

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung

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