Di, 17. Oktober 2017

Toppt jeden Profi

21.05.2010 12:10

Forscher entwickeln automatisierten Torschützen

Treffsicher wie Michael Ballack, schussstark wie einst Gerd Müller – vielleicht wären die Verletzungsprobleme der deutschen Fußball-Nationalmannschaft schnell gelöst, würde die FIFA David, den automatisierten Fußballschuh des Instituts für Automatisierungs- und Softwaretechnik (IAS) der Universität Stuttgart zur Nominierung zulassen. Der überragende Torschütze drischt die Bälle mit einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern und verwirklicht Freistöße mit einer Quote, von der andere Ballkünstler nur träumen können.

Entwickelt wurde David als Herausforderer für den automatisierten Torhüter Goalias, der sich schon seit zwei Jahren als echter Elfmeter-Killer erweist. Von über 15.000 auf ihn abgegebenen Schüssen konnte der automatisierte Torhüter über 90 Prozent halten.

Um Goalias weiter zu verbessern, muss dieser jedoch auch bei wiederholten, sehr schnellen und sehr präzisen Schüssen getestet werden. Nicht einmal Profispieler sind zu einem solchen Trommelfeuer in der Lage, und auch konventionelle Ballschussmaschinen genügten den Anforderungen nicht.

David gegen Goalias
So entstand am IAS die Idee von David, der gegen Goalias antreten sollte. Die Hauptanforderungen waren schnell festgelegt: Schussstark wie die Weltelite sollte er sein, Bälle andrehen können und hierbei Rotationsgeschwindigkeiten von bis zu 20 Umdrehungen in der Sekunde erreichen. Zudem sollte er in der Lage sein, wiederholt Bälle mit annähernd derselben zuvor festgelegten Schussbahn abzuschießen.

Um die Leistungsfähigkeit der modernen Automatisierungstechnik zu demonstrieren, fiel die Entscheidung, den Torschützen vollständig zu automatisieren. David wurde in Form eines Fußballschuhs konstruiert und seine Grundidee besteht darin, dass der Benutzer über eine grafische Eingabemöglichkeit die Schussbahn festlegen kann. Der automatisierte Fußballschuh richtet sich daraufhin automatisch aus und schießt auf Knopfdruck den Ball ab.

Präzise Treffer
Vom Prinzip her funktioniert der Roboter ähnlich wie eine Ballschussmaschine, nur schießt er viel präziser und stärker. "David trifft mit einer Abweichung von maximal 20 Zentimetern", erläutert Professor Peter Göhner vom IAS. Insgesamt 13 Wissenschaftler tüftelten eineinhalb Jahre an dem Roboter, sechs komplexe Systeme sorgen nun für präzise und starke Schüsse.

"Menschlicher Torwart chancenlos"
Die Wissenschaftler sind überzeugt von den Fähigkeiten ihres neuen vollautomatischen Torschützen: "Jens Lehmann würde vielleicht einige Bälle halten, aber eigentlich hat ein menschlicher Torwart kaum eine Chance gegen ihn", urteilt Göhner.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden