Fr, 24. November 2017

Wo steckt die Beute?

20.05.2010 10:07

Sturer Bankräuber verrät Komplizen weiterhin nicht

Keiner schweigt so eisern wie er: Jener Bankräuber, der im Februar in Henndorf (Bezirk Salzburg-Umgebung) festgenommen worden ist, hat noch immer nicht verraten, wo sein Komplize untergetaucht ist. Das Duo dürfte insgesamt fünf Geldinstitute überfallen haben. Von der Beute wie vom zweiten Täter fehlt bislang noch jede Spur.

DNA-Reste auf dem Fluchtfahrzeug, einem gestohlenen Fahrrad, führten zur Festnahme des 22-jährigen Kosovaren. Gemeinsam mit seinem Kompagnon hatte der Mann zuletzt am 4. November 2009 die Raika in der Moosstraße in Salzburg-Leopoldskron überfallen. Beide bedrohten die Kassierin mit einer Pistole und griffen schließlich selbst in die geöffnete Kassenlade. Die Männer entkamen. Da der Kosovare vorbestraft ist und seine DNA in der internationalen Datenbank gespeichert war, konnte er überführt werden.

Vorwurf: Vier weitere Banken überfallen
Schon bei der Festnahme leugnete der Mann alles. Und auch die folgenden Einvernahmen brachten die Ermittler nicht weiter. Der Räuber wollte seinen Komplizen nicht verraten. Er schwieg auch zu den Vorwürfen, vier weitere Banken überfallen zu haben. Das Duo soll in den vergangenen eineinhalb Jahren zweimal die Raika in Parsch, die Volksbank in Henndorf, die Sparkasse in Itzling und die Raika in Leopoldskron ausgeraubt haben.

Das Konto des 22-Jährigen war leer. Auch in seiner Wohnung fand die Polizei kein Bargeld. Entweder hatte der Mann alles in seine Heimat transferiert oder der Komplize hatte das Geld behalten. Und möglicherweise hatten die beiden vereinbart: Wird einer geschnappt, verrät er nichts. Der andere bewahrt die Beute bis zur Freilassung auf.

Das Landeskriminalamt arbeitet jetzt verstärkt an der Aufklärung von Raubüberfällen. So wird intensiv nach dem zweifachen Räuber von Bürmoos gefahndet.

von Manuela Kappes, "Salzburger Krone"

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