Fr, 20. Oktober 2017

Leben retten

18.05.2010 16:27

Bitten um behördlichen Segen für Herzkatheter

Die Rieder Kardiologen hatten schon 200 Herzpatienten geholfen, bis sie vor vier Monaten behördlich gestoppt wurden. Jetzt soll ein schriftlicher Vertrag mit dem Klinikum Wels-Grieskirchen die Landesregierung erweichen, den gesperrten Herzkathetertisch endlich wieder freizugeben.

Leben retten müsste eigentlich überall erlaubt sein: Doch 340.000 Oberösterreicher wohnen gefährlich weit weg von Linz und Wels, wo nach einem akuten Herzinfarkt Gefäßverengungen geortet und gedehnt werden können. Weil im Innviertel die Infarkt-Sterblichkeit um 48 Prozent höher als in der Landeshauptstadt ist, haben die Rieder Barmherzigen Schwestern ihr Angiographielabor so herztauglich gemacht, dass ihr Kardiologie-Primar Thomas Winter (Bild) schon im ersten Monat 200 Patienten helfen konnte.

Illegal? Jedenfalls stoppte die Landes-Gesundheitsdirektion die Rieder Lebensretter. Und verlangte zur mündlichen auch eine schriftliche Vereinbarung mit den Welser Kollegen, dass diese überwiesene Patienten operieren. Jetzt haben beide Seiten das Papier unterzeichnet: "Damit könnten wir die Katheterversorgung der Innviertler sofort aufnehmen", hofft der Rieder Spitals-Geschäftsführer Mag. Oliver Reindl auf den Segen von Linz.

Kronen Zeitung

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