Mo, 20. November 2017

Fall Julia Kührer

14.05.2010 14:23

Trio streitet Verbindung zu Julia vehement ab

Die 27-jährige Frau, die von der Staatsanwaltschaft Korneuburg verdächtigt wird, mit dem Verschwinden der seit fast vier Jahren vermissten Julia Kührer möglicherweise etwas zu tun zu haben, ist laut ihres Verteidigers mit dem Nerven am Ende. Seine Mandantin könne sich ihre Festnahme nicht erklären.

"Sie ist total aufgelöst. Sie fragt sich, was da geschehen ist, dass plötzlich bewaffnete Cobra-Beamte in ihrem Wohnzimmer gestanden sind und sie in die Mündung ihrer Waffen geblickt hat", teilte ihr Anwalt, Normann Hofstätter, mit.

Er versicherte weiter, seine Mandantin habe Julia kaum gekannt. "Es hat jedenfalls keine nähere Beziehung zu ihr gegeben. Die beiden sind sich in keiner Hinsicht nahe gestanden", sagte Hofstätter. Es sei zwar nicht auszuschließen, dass Julia einmal im Wohnzimmer der 27-Jährigen saß, doch wäre das nichts Außergewöhnliches gewesen.

Alle Hintergründe siehe Infobox! 

Laut Hofstätter waren zahlreiche Jugendliche in Pulkau von der alternativen, offenen Lebensweise seiner Mandantin sehr angetan, die in krassem Gegensatz zum herkömmlichen, kleinbürgerlichen Muster ihrer eigenen Familien stand. Die Wohnung der heute 27-Jährigen dürfte daher eine Art Anlaufstelle für Teenager gewesen sein, die nach einem Gegenbild zum traditionellen Familienbild suchten.

Keiner der Verdächtigen will Julia gekannt haben
Möglich, dass die zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 16 Jahre alte Julia Kührer die um sechs Jahre ältere Frau "cool" fand und sich an deren Lebensmuster orientieren wollte. Die vom Bundeskriminalamt bzw. der Staatsanwaltschaft unterstellte "Nahebeziehung" habe es aber nicht gegeben, versicherte der Verteidiger. Auch die Anwälte des 26-Jährigen und des 21-Jährigen versichern, diese hätten die Verschwundene nicht gekannt. Der Bruder der 27-Jährigen gibt an, Julia höchstens einmal zufällig auf einem Zeltfest gesehen, aber nicht gesprochen zu haben. Der 26-Jährige kann sich überhaupt nicht erinnern, die Vermisste je getroffen zu haben.

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