Mo, 11. Dezember 2017

Linzer Westring

11.05.2010 08:04

Ein Jahr Verzögerung kostet 15 Millionen Euro

Auch wenn die Schulden der Asfinag weiter gestiegen sind – am Westring führt kein Weg vorbei, erklären die meisten Politiker. Wobei Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl auch für den Widerstand teilweise Verständnis hat. "Nicht aber für die organisierten Protestierer, kostet doch ein Jahr Verzögerung 15 Millionen Euro."

"Die Menschen erwarten zukunftstaugliche Lösungen für die Verkehrsprobleme im Zentralraum", meint ÖVP-Klubchef Thomas Stelzer. Laut einer IMAS-Umfrage erwarten 73 Prozent der Befragten aus den Bezirken Linz, Urfahr-Umgebung und Rohrbach eine "starke Entlastung" durch den 527 Millionen Euro teuren Westring.

Die laut dieser Umfrage auch dringend notwendig ist, sehen doch 64 Prozent "einiges" oder "vieles" als verbesserungswürdig an. Dabei sind fast so viele Frauen (62 Prozent) wie Männer (64 Prozent) dieser Ansicht. Auffallend ist jedoch, dass vor allem Befragte aus Urfahr-Umgebung (73 Prozent) der Verkehrssituation in Linz ein eher schlechtes Zeugnis ausstellen.

Grüne trauen Umfrage-Ergebnissen nicht
Deshalb hofft Hiesl auf einen Baustart 2011. Mit den Projektgegnern geht er hart ins Gericht: "Natürlich hab' ich Verständnis für Kritik, wenn jemand direkt betroffen ist, weil die A26 an seinem Haus vorbeiführt. Aber ich hab' kein Verständnis für die organisierten Gegner, die bei jedem Projekt dagegen sind." Er sieht darin vor allem eine Zeitverzögerung – "inhaltlich wird sich nicht viel ändern".

Was die Grünen natürlich ganz anders sehen. So fordert die Linzer Klubchefin Gerda Lenger eine Offenlegung aller Umfragedaten, "weil ich die Ergebnisse nicht glaube". Sie bezweifelt auch weiter den Sinn des Westrings, pocht stattdessen auf den Öffi-Ausbau.

Kronen Zeitung

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