Di, 21. November 2017

Gabmann im Interview

08.05.2010 16:37

Flughafen-Chef hat „volles Verständnis für die Kritik“

Der Schwechater Flughafen kommt trotz steigender Passagierzahlen in den vergangenen Wochen nicht aus den negativen Schlagzeilen. Zuerst die Luftraumsperre samt Millionenverluste durch die Aschewolke, dann der Paukenschlag mit der Skylink-Großrazzia und schließlich der Wirbel um die fetten Boni für die Airport-Chefs. Im "Krone"-Interview nimmt Vorstand Ernest Gabmann erstmals zu der Kritik Stellung.

"Krone": Herr Gabmann, was sagen Sie zu der Skylink-Großrazzia der Polizei am Flughafen?
Ernest Gabmann: Ich begrüße natürlich alle Schritte, die zur Aufklärung der offenen Fragen beitragen und Licht ins Dunkel bringen. Ich sichere auch vollste Kooperation bei der Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden in dieser Causa zu.

"Krone": Wie sieht es mit der Kostenplanung und dem geplanten Zeitrahmen für die Fertigstellung des Flughafenausbaus aus?
Gabmann: Meine Aufgabe war es von Anfang an, die Kosten zu minimieren, das Projekt Skylink neu aufzustellen und wieder auf Kurs zu bringen. Am Zeitplan (Anmerkung: im Jahr 2012) möchte ich festhalten.

"Krone": Es gab einige anonyme Briefe mit Anschuldigungen gegen Sie und andere Vorstandskollegen. Was steckt dahinter?
Gabmann: Anonyme Briefe richten sich von selbst.

"Krone": Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll hat als Eigentümervertreter für die fetten Boni null Verständnis. Was sagen Sie zu der Kritik?
Gabmann: Ich habe volles Verständnis dafür, dass der Eigentümer zuerst Ergebnisse sehen will. Es gilt nun das Skylink-Debakel zu beheben und generell den Flughafen Wien-Schwechat mit einer neuen Strategie besser sowie auch zukunftsträchtig zu positionieren.

"Krone": Werden die Sonderzahlungen trotzdem genehmigt, oder würden Sie darauf verzichten?
Gabmann: Wie gesagt, ich hätte vollstes Verständnis, wenn es keine Auszahlung gibt. Aber solche Beschlüsse sind Sache des Aufsichtsrates.

Interview: Christoph Budin, Kronen Zeitung

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