So, 22. Oktober 2017

"Maibaum-Drama"

08.05.2010 10:50

Stamm mit Säge angeschnitten – „gemeingefährlich“

Unbekannte haben den Maibaum von Scheffau (Bezirk Hallein) angeschnitten, für Ortschef Josef Aschauer eine „gemeingefährliche Aktion“. Friedhof, Vereinsheim und zwei Parkplätze liegen ja gleich daneben: „Wenn der umgefällen wäre...“ Jetzt wurden weitere Details des „Maibaum-Dramas“ bekannt.

1. Mai, 350 Menschen kamen zum Maibaumfest, die Trachtenmusik spielte auf. Vier Frauen hatten sieben Stunden lang die Kränze gebunden, fast 40 Helfer stellten den 30-Meter-Baum auf. Matthäus Rieger von der Musik: „Über Nacht hielten dann vier Leute abwechselnd Wache. In der Früh räumten wir zusammen.“

Rieger: „Eine Nachbarin rief mich gegen 21 Uhr an und sagte: Ich höre eine Motorsäge! Ihre Töchter, sie sind beide Marketenderinnen, liefen sofort nach draußen.“ Dort hatten die beiden Täter, die den Baum bis auf zehn Zentimeter angeschnitten hatten, die Motorsäge aber bereits eingepackt. Rieger weiter: „Sie flüchteten in einem roten 3er-Golf, der von einer blonden Frau chauffiert wurde. Wir haben die Polizei verständigt.“

Und weil „Gefahr im Verzug“ herrschte, rückte Trachtenmusikchef Andreas Aschauer aus und fällte den Baum fachkundig, wenn auch schweren Herzens.

Rieger: „Der Maibaum war ja versteigert worden. Und der Besitzer hätte ihn nach Erntedank erhalten. Aber jetzt bekommt er ihn bereits nach vier Tagen.“ Am Freitag wurde auch der verbliebene Stumpen zerlegt. Jetzt ist alles Brennholz...

von Harald Brodnig, Kronen Zeitung

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