Mo, 20. November 2017

Zustimmmung steigt

08.05.2010 10:21

73 % erwarten Entlastung durch Westring Linz

Wenn das kein klares Votum ist: In einer nagelneuen IMAS-Umfrage haben 73 Prozent angegeben, dass sie eine "starke" Verkehrsentlastung durch den Westring erwarten. Im vergangenen Jahr waren es "nur" 59 Prozent, die an eine Entlastung geglaubt hatten. Die Zustimmung zu dem Verkehrsprojekt ist damit deutlich gestiegen.

33 Prozent der insgesamt 510 Befragten in Linz, Rohrbach und Urfahr-Umgebung sind der Meinung, dass der Westring eine "sehr starke" Verkehrsentlastung bewirkt, 40 Prozent glauben an eine "ziemlich starke". Vergangenes Jahr war das Votum noch wesentlich weniger positiv.

Noch höher ist die Erwartung an die A 26, für die derzeit die Umweltverträglichkeitsprüfung läuft. So stufen insgesamt 76 Prozent der befragten Bewohner aus Linz, Rohrbach und Urfahr-Umgebung den Nutzen für die Verkehrslage als zumindest "ziemlich hoch" ein.

47.000 Fahrzeuge täglich
Die Befürworter des Verkehrsprojekts verteilen sich dabei quer durch alle Bevölkerungsschichten nahezu gleichmäßig. Auch die Zustimmung jener, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, ist mit 81 Prozent nur wenig größer als bei jenen, die ohne Auto auskommen (72 Prozent).

Ein Grund für die breite Unterstützung ist das hohe Problembewusstsein bei den Befragten. So wissen 47 Prozent, dass rund 47.000 Fahrzeuge täglich über die Nibelungenbrücke rollen und dass sich diese Zahl in den nächsten 15 Jahren auf 71.000 Autos steigern wird.

Widersprüchliche Haltung
Überraschend ist jedoch angesichts der überaus positiven Westring-Stimmung, dass auch 37 Prozent der Befragten einen Widerstand gegen das Projekt für gerechtfertigt halten, 42 Prozent sind der Ansicht, dass Ablehnung nicht akzeptabel ist.

Eine Erklärung für diese widersprüchliche Haltung ist laut IMAS die Ansicht, dass "das Aufbegehren gegen das Bauvorhaben schlicht und einfach als demokratisches Recht empfunden wird, das den Projektgegnern nicht versagt werden darf". Für diese Interpretation spricht, dass Befragte unter 30 sowie Vertreter der höchsten Bildungsschicht das Recht auf Widerstand mit je 45 Prozent besonders betonen.

von Christian Kitzmüller (OÖ Krone) und ooe.krone.at

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