Di, 17. Oktober 2017

Pferde gingen durch

08.05.2010 11:01

Kutschenunfall fordert Toten und Schwerverletzte

Es gleicht einem dramatischen Wild-West-Streifen mit tragischem Ende - allerdings ist das Schreckensszenario am Freitagabend in Roiten bei Rappottenstein (Bezirk Zwettl) bittere Realität geworden: Nach einem Fahrfehler eines Kutschers gingen seine beiden Pferde durch und schleiften den 58-jährigen Franz K., der sich am umgekippten Wagen verfangen hatte, noch etwa 70 Meter weit mit, bis der Mann schließlich auf der Straße liegen blieb - tot.

Erst vor weniger als einem Monat war der 58-Jährige in Pension gegangen. "Endlich konnte er seinem Hobby nachgehen – und jetzt ist er tot", schluchzt Freundin Anneliese F.

Die Kutsche war kurz nach 22 Uhr beim Einbiegen auf eine Brücke mit den linken Rädern an die Gehsteigkante gestoßen. Das dürfte die beiden Pferde so sehr in Aufruhr versetzt haben, dass sie durchgingen.

Pferde zogen den Wagen fast 700 Meter
Der Wagen kippte auf der Brücke um, dabei stürzte eine 49-jährige Insassin gegen das Brückengeländer und blieb dann schwer verletzt liegen. Der 58-Jährige dürfte ebenfalls gegen das Geländer geschleudert worden sein. Die Pferde zogen den umgestürzten Wagen noch fast 700 Meter weiter, ehe sie von Ortsbewohnern angehalten werden konnten.

Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

von Mark Perry, Wolfgang Hincziza (Kronen Zeitung) und noe.krone.at
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