So, 22. Oktober 2017

Mit Messer gedroht

07.05.2010 09:51

15-jähriger Schüler bleibt weiter in Untersuchungshaft

Jener 15-Jährige, der in einer Schule in Thalgau seine Mitschüler mit einem Küchenmesser bedroht hat, bleibt weiter in Untersuchungshaft. Diese Entscheidung fällte am Donnerstagvormittag der Haftrichter. Er schätzt das Aggressionspotenzial des Burschen so hoch ein, dass Mitmenschen gefährdet sein könnten.

Es war ein Schock für das gesamte Sonderpädagogische Zentrum in Thalgau, als der 15-Jährige am Vormittag des 21. April während des Unterrichts plötzlich das Messer zog und mehrere seiner Mitschüler bedrohte. Der Schulleitung blieb damals nichts anderes übrig, als die Polizei zu Hilfe zu rufen.

Als Problemfall bekannt
Die Beamten konnten den Burschen schließlich mit psychologischem Einfühlungsvermögen überreden, ihnen die Waffe ohne Widerstand auszuhändigen. Da der Schüler bereits seit geraumer Zeit als Problemfall bekannt war – so musste er schon mehrfach die Schule wechseln und wurde vor einem Jahr bereits einmal gerichtlich verurteilt – und weitere Gewalttaten nicht auszuschließen waren, verhängte die Staatsanwaltschaft sogar die Untersuchungshaft. Seither sitzt der 15-Jährige in der Salzburger Justizanstalt.

Am Donnerstag war Haftprüfungstermin. Michael Hofer, der Anwalt des Jugendlichen, teilte auf "Krone"-Anfrage anschließend mit: "Die U-Haft wurde wegen Tatbegehungsgefahr einen Monat verlängert. Auch eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit für die Zeit nach der U-Haft wird noch gesucht."

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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