So, 22. Oktober 2017

Darlehen via Internet

05.05.2010 16:39

Kredithaie greifen auf Tricks wie bei Sex-Hotline zurück

Wer schon Schulden hat, tappt oft noch leichter in die Kostenfalle. Vor allem wenn Betroffene via Internet an Kredithaie geraten, die schnelles Geld versprechen. „Interessenten müssen viele Telefonate führen, werden aber wie bei Sex-Hotlines lange hingehalten“, wird gewarnt. Das hieß im Fall einer Kundin: 1.100 Euro Handyrechnung.

So wie vielen Leidtragenden erging es Michalea Z. aus Ternitz. Die junge Frau aus dem Bezirk Neunkirchen brauchte kurzfristig dringend Geld und wollte via Internet zu einem günstigen Darlehen kommen. So stellte sie vorerst einmal online eine Anfrage an einen Schweizer Finanzvermittler.

Zurück kam eine SMS. „Zur Bewilligung des Kredits musste ich unter der angegebenen Telefonnummer anrufen“, erklärt die Interessentin. Doch dabei handelte es sich um einen Mehrwertanschluss, 3,64 Euro kostet die Gesprächsminute. „Allein die Aufnahme meiner Daten dauerte auf Etappen fast fünf Stunden, weil ich oft warten oder erneut anrufen musste“, schildert Z., wie ihr mit fiesen Tricks das Geld aus der Tasche gezogen wurde.

Als ihre Telefonkosten dann 1.100 Euro betrugen, meldete sie sich nicht mehr bei den Kreditvermittlern. „Reiner Nepp“, wie die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer warnen.

von Karl Grammer, Kronen Zeitung

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