Mo, 18. Dezember 2017

Drogen für 600.000 €

04.05.2010 14:17

Dealer geschnappt - wollten ihre eigene Sucht finanzieren

Ein großer Coup ist der Welser Polizei gelungen. Die Beamten ließen drei Dealer auffliegen, die mit Drogen im Wert von 600.000 Euro gehandelt haben sollen. Außerdem forschten die Ermittler den Betreiber einer Hanf-Indoorplantage aus.

Ein 33-jähriger Welser ging den Beamten als erster ins Netz. Er soll von Herbst vergangenen Jahres bis März rund 2,1 Kilogramm Heroin in Wien gekauft und anschließend in Wels vertrieben haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden 30 seiner Abnehmer ausgeforscht und angezeigt.

Außerdem führten weitere Nachforschungen die Polizisten auf die Spur eines 25-jährigen beschäftigungslosen Albaners in Wien. Die Ermittler schnappten ihn, als er Mitte März 100 Gramm Heroin im Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus an einen Abnehmer übergeben wollte. Der Mann versuchte vergeblich zu flüchten.

Illegal in Österreich
Bei seiner Festnahme entdeckten die Beamten einen Wohnungsschlüssel. Als sie die Wohnung durchsuchten, fanden sie weitere 600 Gramm Heroin. Dem Verdächtigen wird außerdem vorgeworfen, sich mit gefälschten Ausweisen illegal in Österreich aufzuhalten.

Bei ihren Ermittlungen fanden die Beamten immer wieder Hinweise auf einen weiteren Dealer in Wien. Ende April klickten auch für diesen die Handschellen. Er wurde bei der Übergabe von Heroin, ebenfalls in Rudolfsheim-Fünfhaus, geschnappt. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen 27-jährigen Albaner handeln, der sich ebenfalls illegal in Österreich aufhalten soll. Ihm werfen die Ermittler vor, 2,8 Kilogramm Heroin an Abnehmer in Niederösterreich und Wels verkauft zu haben.

Hanfplantage entdeckt
Damit noch nicht genug, konnten die Drogenfahnder einen weiteren Erfolg verbuchen. Im Welser Stadtteil Noitzmühle machten sie eine Hanf-Indoorplantage ausfindig und stellten 4,5 Kilogramm Marihuana sicher. Der Betreiber, ein 24-jähriger Welser, wurde ebenfalls festgenommen.

Alle vier Verdächtigen gaben an, dass sich mit dem Dealen ihre eigene Sucht finanzieren wollten. Die Polizei rechnete für die genannten Suchtgiftmengen einen Schwarzmarktwert von insgesamt rund 600.000 Euro aus.

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