Di, 21. November 2017

Im Tattoo-Wahn

30.04.2010 13:08

Heiße Megan Fox: Gefährden Tattoos ihre Schönheit?

Für die heiße „Transformers“-Amazone ist gestichelte Körperkunst ein popkultureller Modetrend, der Nachahmung findet. Doch was via Nadel unter die Haut gejagt wird, kann gesundheitsgefährdend sein!

Sie wird als Nachfolgerin ihres Vorbildes Angelina Jolie für die Rolle der „Lara Croft“ gehandelt und beweist mitunter mehr diabolischen Basic Instinct, als Sharon Stone je besaß. Wer Websites über Megan Fox aufruft, so heißt es, fängt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit einen PC-Virus ein. Zu spät. Die Ansteckung vorwiegend männlicher User mit dem Megan-Fox-Virus hat weltweit längst epidemische Ausmaße angenommen. Heiße Fotos, auf denen die 23-Jährige textilarm und mit feuchten Lippen posiert, sind Brennspiritus pur für erotische Fantasien. Ihr Markenzeichen, nebst atemberaubenden Kurven und kessem „Schneeflittchenlook“: ihr verächtlicher eisblauer Blick.

Pin-up-Girl für Jungs - und Intellektuelle
Dass sie neben ihrer Schauspielkarriere zum Pin-up-Girl für pubertierende Jungs wie auch für vermeintlich geerdete Intellektuelle avancierte, quittiert die Sexbombe, die die Selbstinszenierung liebt, mit einem lasziv-amüsierten Lächeln. Schließlich stählt sie ihren Körper mit Acro Yoga, das auch von den Artisten des Cirque du Soleil praktiziert wird. Und das Ergebnis des isometrischen Drills lässt sich sehen! Als „Transformers“-Amazone beschleunigte sie den Ruhepuls von Shia LaBeouf, in „Jennifer’s Body“ zelebrierte sie lustvoll und blutrünstig ihr düsteres Horror-Queen-Image als Männerfresserin.

Wo immer die Planstelle des „Bad Girls der Luxusklasse“ nicht besetzt ist, ist die Tennessee-Schönheit, deren Mitgift ihr Sexappeal war, in vorderster Front. Klar, dass die sinnliche Blickoase auch tätowiert ist – und zwar recht üppig. So ziert etwa das Antlitz Marilyn Monroes, ihres Idols, ihren Arm. Und auf dem Schulterblatt prunkt ein Reim von William Shakespeare. Weitere sechs sind an delikateren Stellen zu finden. Auch für Megan Fox ist Körperkunst popkultureller Modetrend.

Gefahr bei ungeprüften Tätowierfarben
Dermatologen verweisen nun aber in Zusammenarbeit mit Chemikern, dass viele der gestochenen Kunstwerke Industriepigmente enthalten, die für Autolackierungen und Druckertinten gedacht sind. So können ungeprüfte Tätowierfarben krebserregende Pigmente enthalten. Ein Teil gelangt mitunter beim Tätowieren ins Blut und in die Lymphbahnen. Besonders die für Schriftzüge, wie sie auch Megan Fox trägt, verwendete Farbe „Carbon Black“ scheint bedenklich, basiert das tiefe Schwarz doch auf Rußpartikeln, die Restprodukt bei der unvollständigen Verbrennung von Rohöl, Teer oder Autoreifen sind.

Vor unreflektierter Nachahmung kann also nur gewarnt werden. Was die kesse Schulter einer Hollywood-Schönheit ziert, mag zwar cool aussehen, kann aber die Gesundheit à la longue gefährden. Megan Fox hat indes ganz andere Sorgen ihre Psychohygiene betreffend: „Ich habe keine Ahnung, wie man authentisch bleiben kann, ohne seine Seele zu verkaufen!“ Ihre porzellanhelle Haut sollte sie keinesfalls bedenkenlos zu Markte tragen, ist doch Charisma keine Frage gestichelter Ornamentik.

von Christina Krisch, Kronen Zeitung
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