Do, 14. Dezember 2017

Geschluckt

29.04.2010 10:30

Hewlett-Packard kauft Smartphone-Hersteller Palm

Der verlustreiche Smartphone-Hersteller Palm hat einen Ausweg aus seiner Misere gefunden: Er lässt sich zum Wert von 1,2 Milliarden Dollar (906 Millionen Euro) vom Computerkonzern Hewlett-Packard übernehmen. Beide Verwaltungsräte hätten dem Geschäft zugestimmt, teilten die Konzerne am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Mit der Übernahme stellt HP seine eigenen Ambitionen im boomenden Smartphone-Markt unter Beweis. "HP will zu einer der führenden Kräfte in diesem Markt werden", sagte der Konzernverantwortliche Todd Bradley und kündigte eine ganze Reihe von Geräten an. "Der Smartphone-Markt ist groß, gewinnträchtig und schnell wachsend."

Der Computerhersteller hat es bei der Übernahme besonders auf das neue Handy-Betriebssystem WebOS von Palm abgesehen. Auch der Name hat - vor allem in den USA - immer noch einen guten Klang. "Palms innovatives Betriebssystem ist die ideale Plattform, um HPs mobile Strategie auszuweiten", sagte Bradley.

iPod-Erfinder Rubinstein als wichtige Stütze
Dabei kann er höchstwahrscheinlich auf einen wichtigen Kopf zählen: Palm-Chef Jon Rubinstein. Er freue sich auf die Zusammenarbeit, sagte Rubinstein. Der Manager war vor drei Jahren von Apple herübergewechselt. Rubinstein gilt nicht nur als Erfinder des iPods, sondern hatte auch später die Entwicklung des iPhones verantwortet.

Der Erfolg von Apple ist einer der Gründe für den Misserfolg von Palm. Der Kleincomputer-Pionier drohte, von den Branchengrößen erdrückt zu werden. Palm verliert anhaltend Marktanteile und schreibt trotz des Booms der multifunktionalen Handys rote Zahlen. Apple setzte im wichtigen Weihnachtsgeschäft neunmal so viele seiner iPhones ab. Auch RIM mit seinen Blackberrys spielt in einer ganz anderen Liga.

Palm-Chef Rubinstein hatte zuletzt einräumen müssen, dass die Leistung des Unternehmens "sehr enttäuschend" gewesen sei. Die Geräte liegen wie Blei in den Regalen der Händler. Selbst durch neue Modelle wie dem Pre mit seinem berührungsempfindlichen Bildschirm blieb die erhoffte Wende aus. Rubinstein musste die Prognose zusammenstreichen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden