Mi, 22. November 2017

Politik lehnt ab

28.04.2010 15:05

Islamischer Verein fordert türkische Schulen für Linz

Die Türkisch-Islamische Union hat am Mittwoch für Linz eine Volksschule und ein Gymnasium gefordert, in denen auf Türkisch unterrichtet wird. Noch bevor überhaupt eine Diskussion über diese Forderung in der Stadt ausbrechen konnte, erteilten FPÖ und BZÖ diesen Überlegungen eine klare Absage. Auch von der Welser ÖVP kam ein klares Nein.

"Wir finden es gerade zu grotesk, dass Zuwanderer Schulen fordern, in denen das Erlernen der deutschen Sprache keine Beachtung findet", kritisierte der Linzer FPÖ-Bildungssprecher Markus Noveska die Forderung. Das verpflichtende Erlernen müsse im Vordergrund stehen, ganz besonders in Bildungseinrichtungen. Das sei der einzige Schritt zu einer effektiven Integration, betonte Stadtrat Detlef Wimmer.

"Türkische Schulen wären für türkische Zuwanderer und deren Kinder geradezu eine Einladung, nicht deutsch zu lernen und damit die wichtigste Integrationsleistung nicht zu erbringen", so BZÖ-Landesobfrau Ursula Haubner. Damit würde die Ghettobildung gefördert. Integration dürfe nicht nur am Papier stehen, sondern müsse endlich umgesetzt und gelebt werden.

"Integration als Ganzes gefährdet"
Bereits jetzt hätten Jugendliche mit Migrationshintergrund schlechte Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt, erklärte die Welser Bildungsreferentin und Vizebürgermeisterin Anna Eisenrauch. "Durch türkische Schulen würde dieses Problem verschärft werden und die Integration als Ganzes gefährdet."

Ziel einer erfolgreichen Integration müsse es sein, dass Zuwanderer die deutsche Sprache beherrschen und gleichberechtigt am Leben teilhaben. Eisenrauch: "Dies beinhaltet auch den Besuch von österreichischen Schulen."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden