Mo, 11. Dezember 2017

In Anker verfangen

27.04.2010 17:11

Auto mit Leiche bei Ybbs in der Donau entdeckt

Sie hat bis zuletzt die Hoffnung nicht aufgegeben, doch jetzt ist es für eine Mutter traurige Gewissheit: Ihr Sohn ist tot. Der Chauffeur war vor drei Jahren verschwunden. Am Dienstag tauchte seine Leiche aus den Fluten der Donau bei Ybbs (Bezirk Melk) auf. Als ein Schiff seinen Anker lichtete und dabei plötzlich einen versunkenen BMW (Bild) ans Tageslicht brachte, entdeckte man im Inneren des Wagens die Leiche.

Die Spur des damals 40-jährigen Buschauffeurs Herbert Mistelbauer hatte sich im Morgengrauen des 7. März 2007 verloren. Der Mann war damals wie gewohnt um 4 Uhr mit seinem schwarzen BMW zur Arbeit gefahren. Er kam dort aber nie an. Mehrere Suchaktionen verliefen im Sand.

70-Tonnen-Kran hievt Wrack auf Fluss
Ein Zufall führte Dienstag früh nun dazu, dass der Niederösterreicher doch noch gefunden wurde: Der Wagen des Vermissten verfing sich im Anker eines holländischen Schleppkahnes, der in der Nähe des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug angelegt hatte. Zentimeter um Zentimeter gab der Fluss beim Einholen des Ankers sein Geheimnis preis.

Zu Hilfe kam der Bootsbesatzung und den Feuerwehrmännern aus Amstetten eine sechsköpfige Cobra-Tauchergruppe, die zufällig in der Nähe geübt hatte. "Das Auto wurde an einem 70-Tonnen-Kran gesichert und ans Ufer gehoben", schildert einer der Polizeispezialisten. Dann der makabre Fund: Am Steuer des Autos saß der 40-jährige Buslenker. Eine Obduktion soll jetzt – so das überhaupt noch möglich ist – die genaue Todesursache klären.

von Mark Perry und Franz Crepaz, Kronen Zeitung

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