Sa, 18. November 2017

Salzkammergut

24.04.2010 18:19

Transitverkehr verursacht Schaden von 50 Millionen €

Der Tourismus im Salzkammergut ist durch den starken Lkw-Verkehr gefährdet. So fürchtet jedenfalls die Initiative "Lebensraum Salzkammergut" und beziffert den volkswirtschaftlichen Schaden für die Region mit 25 bis 50 Millionen Euro jährlich. Dazu kämen pro Jahr noch bis zu vier Millionen Euro Mautentgang und bis zu 200 Millionen Euro Kosten für Straßensanierungen.

Inzwischen gibt es bereits in fast allen 27 betroffenen Gemeinden Interessensgruppen, die die Lkw-Hölle bekämpfen. Mit dem Straßenausbau "Knoten Trautenfels" in der Steiermark würde der Lkw-Transit noch weiter zunehmen, befürchtet Initiator Silvester Leitner. Die Initiative fordert daher Tonnage-Beschränkungen.

"Wenn es so wie jetzt weitergeht, wird die Region ruiniert", so Leitner. Er ließ den volkswirtschaftlichen Schaden durch Lkw-Lärm und Dieselgestank ermitteln. Zu Tourismusrückgang, Mautentgang und Straßensanierungen kämen noch Wertminderung von Immobilien und Verlust von Arbeitsplätzen dazu. Immerhin sind 30 Prozent der Salzkammergut-Bewohner im Tourismus beschäftigt.

von Johann Haginger ("OÖ Krone") und ooe.krone.at

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