Di, 17. Oktober 2017

Hagenau-Lösung

21.04.2010 10:00

Autobahnauffahrt mit Ampeln – Anrainer dagegen

Zwei Ampeln will das Land an den Auf- und Abfahrten des geplanten Autobahnanschlusses in Hagenau errichten: Eine soll den Verkehr aus Richtung Bergheim stoppen, die andere die Zufahrt via Kreisverkehr Richtung Salzburg bremsen. "Ein Planungs-Unfug auf unserem Rücken", klagen Anrainer. Sie demonstrieren.

"Seit 25 Jahren warten wir auf irgendeine Art von Lärmschutz", so Anrainer Rudolf Frauenschuh. Die Siedler sagen: "Wir sind nicht gegen eine Auf- und Abfahrt zur Verkehrsentlastung. Aber wir sind gegen die geplante Variante Nr. 7 mit zwei Ampeln. Das ist purer Unfug." (Genaue Grafik siehe Infobox!)

Mehrbelastung für Bergheim
Genau diese Variante wird aber von Stadt und Land aus Kostengründen favorisiert und demnächst einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Auch Bergheims Bürgermeister Johann Hutzinger wehrt sich: "Ampeln und der damit verbundene Rückstau wären eine Mehrbelastung für unseren Ort. Da würden noch mehr Pkws und Lkws durch Bergheim zur Auffahrt Nord ausweichen."

Sicherheitsrisiko
Gegen die Ampel-Auffahrt sprechen noch weitere Gründe. Walter Kittl: "Dabei würde man zwei Verkehrsströme kreuzen, außerdem würde die Auffahrt Richtung Salzburg genau in die Abbiegespur zum Messezentrum münden. Ein großes Sicherheitsrisiko."

Brückenvariante bevorzugt
In Hagenau favorisiert man eine andere Lösung, die Brückenvariante Nr. 4: Dabei würde vom Kreisverkehr (zwischen Café Schwaiger und Autobahn) eine Begleittrasse samt Brücke für beide Fahrtrichtungen bis zum Vollanschluss Messezentrum geführt. Stadt und Land würde die von den Anrainern favorisierte Variante 2,5 Millionen Euro mehr kosten. Die Siedler lassen keinen Zweifel, dass sie nur diese Variante wollen. "Unter hagenau@gmx.at sammeln wir Unterschriften für eine Parteienstellung im UVP-Verfahren", so Kittl.

Am kommenden Montag wird zur Frühverkehrsspitze demonstriert und blockiert.

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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