Mi, 22. November 2017

EU-Studie belegt

20.04.2010 09:05

Pech für Enns - Sprit aus Raps war wohl eine Schnapsidee

Nach Bekanntwerden von Teilen einer EU-Studie zum Thema Biosprit wackelt die weitere Forcierung dieses Treibstoffzusatzes: Es drohe mehr Schaden als Nutzen und sei Konkurrenz zum Lebensmittelanbau, meint die Europäische Union. Für die stillgelegte Biodiesel-Anlage im Ennser Hafen überlegt die Raiffeisen-Bank (RLB) nun überhaupt eine völlig andere Nutzung.

Heuer sollten dem Sprit in Österreich bereits zehn Prozent biogener Treibstoff beigemischt werden. Eine von der EU in Auftrag gegebene Studie dürfte aber bestätigen, was Chemiker von Anfang an zu Bedenken gegeben hatten: Biotreibstoffe verursachen stärkere Emmissionen von Treibhausgasen als fossile Treibstoffe.

Allein die Freisetzung von Lachgas aus landwirtschaftlich genutzten Flächen mache die CO2-Einsparung zunichte.

Mega-Pleite
Nach der 63-Millionen-Euro-Pleite der Biodiesel-Anlage im Ennser Hafengebiet hatte eine Tochterfirma der RLB die Anlage übernommen. Rumänien und die Ukraine sollte den erforderlichen Rohstoff von 250.000 Tonnen Raps jährlich liefern – doch das können diese Länder bis heute nicht.

Daher wird bereits an eine andere Nutzung der Ennser Anlage gedacht. Und auch Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) versteift sich nicht auf Bio-Sprit: "Die Zukunft liegt ohnedies bei elektro- und solarbetriebenen Fahrzeugen."

von Johann Haginger, "OÖ Krone"

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