Di, 21. November 2017

Leinen los!

19.04.2010 11:19

Gerammte „Schönbrunn“ startet neu durch

Der Donau-Traditionsdampfer "Schönbrunn", der bei einer Schiffskollision im Juli des Vorjahres in Linz schwere Schäden davongetragen hat (Bild), ist nach umfangreichen Reparaturarbeiten wieder flott. Er startet am Samstag in die neue Saison.

Ein unter italienischer Flagge fahrendes Ausflugsschiff war in der Nacht zum 23. Juli bei einem Wendemanöver mit dem am Urfahrer Ufer vertäuten 1912 gebauten Raddampfer "Schönbrunn" kollidiert.

Dieser wurde auf einer Länge von 15 Metern oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Der Dampfer fiel für den Rest der Saison aus. Die Wintermonate wurden genützt, um ihn wieder flott zu bekommen. Die beschädigten Teile wurden erneuert, das Interieur des Jugendstil-Bugsalons wurde aufgefrischt.

Die "Schönbrunn" gilt als das stolzeste, traditionsreichste und schnellste Dampfschiff auf der Donau. 1912 gebaut, hat sie zwei Weltkriege unbeschadet überstanden.

Beinahe vergessen
Dann begann aber mit dem Niedergang der österreichischen Donauschifffahrt auch das langsame Siechtum. Eine Zeitlang rostete der einstige Stolz der Donauflotte im Hafen von Linz vor sich hin.

Fans retteten Schiff
Einige Idealisten starteten eine Rettungsaktion für das Denkmal österreichischer Industrie- und Schifffahrtsgeschichte. Die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte kaufte den desolaten Kahn um den symbolischen Preis von einem Schilling und restaurierte mit Beistand des Bundesdenkmalamtes fünf Jahre lang in tausenden Arbeitsstunden und mit erheblichem finanziellen Aufwand Technik, Rumpf, Aufbauten, Decks und Salons.

2001 fand die "zweite Jungfernfahrt" statt. Seither wird die Schönbrunn für Ausflugsfahrten und Veranstaltungen genützt. Am Samstag unternimmt sie die erste Fahrt nach dem Unfall in den Strudengau.

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