Do, 23. November 2017

Wieder aufgetaucht

18.04.2010 14:46

Aufregung um vermeintlich gestohlene Violine

Bestürzt und natürlich in ihrer russischen Muttersprache um Hilfe rufend ist eine Orchester-Musikerin im Pyramiden-Hotel in Vösendorf herumgelaufen: "Meine Violine, meine Violine!", schrie sie immer wieder und war aus gutem Grund verzweifelt: Denn ihr 300.000-Euro-Instrument war plötzlich verschwunden. Der vermeintliche Diebstahl klärte sich aber auf – eine Rezeptionistin hatte das gute Stück zur Sicherheit verwahrt.

Mitsamt ihrer wertvollen Rogeri-Violine aus dem Jahr 1697 war die junge Musikerin des Petersburger Mariinsky-Symphonie-Orchesters zum Wiener Frühlings-Musikfestival angereist. Sie ließ das teure Stück auch kaum aus den Augen. Doch dann wollte sie noch einkaufen – und vertraute das Instrument in der Lobby einem Kollegen an. Ein Fehler: Denn der surfte mit seinem Mobiltelefon im Internet und ging wegen des schlechten Empfangs immer wieder auf und ab. Als er sich umblickte, war die Rogeri schon verschwunden.

Sofort alarmierten die Petersburger Künstler die örtliche Polizei. Diese ermittelte wegen des vermeintlichen Coups mit Hochdruck. Doch dann nahm der Fall eine überraschende Wende: Eine Rezeptionistin hatte das verwaiste Instrument in der Halle liegen gesehen – und es zur Sicherheit verwahrt.

Die Angestellte vermerkte den außergewöhnlichen Fund auch im Hotelcomputer. Dieser Eintrag wurde allerdings erst geraume Zeit später vom zuständigen Manager gelesen, der daraufhin die Polizei Vösendorf über das Auffinden der "vermissten" Geige in Kenntnis setzte. Mittlerweile spielt die überglückliche Russin schon wieder meisterlich auf ihrer Violine.

von Mark Perry und Reinhard Judt (Kronen Zeitung) und noe.krone.at

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