So, 22. Oktober 2017

Rohrbacher Morde

16.04.2010 16:59

Verdächtiger stand nur 15 Minuten vor Linzer Haftrichter

Beweise haben die Geständnisse untermauert. Nicht einmal 15 Minuten dauerte deshalb die Linzer Haftprüfungsverhandlung für den Rohrbacher Mordverdächtigen, der zwei Frauen erdrosselt und erstochen haben soll. Der 25-Jährige kam kaum zu Wort, gab sich gefasst, gab alles zu – und will für alles büßen.

Der 25-Jährige möchte gar nicht freigelassen werden, sondern eingesperrt bleiben. "Ein Triebtäter, der offenbar weiß, wie gefährlich er ist", sagt Sicherheitsdirektor Alois Lißl zu diesem sonderbaren U-Häftling, der nicht um seine Freiheit kämpft. Doch das Gesetz schreibt nach zwei Wochen die erste Haftprüfung vor.

Nächste Haftprüfung Mitte Mai
"Er denkt nicht daran, seine Geständnisse zu widerrufen", meint ein Beobachter dieser ersten, sehr kurzen Verhandlung. "Der Verdächtige wurde zu seiner Lust am Töten aber noch gar nicht befragt." Die ist jedoch im Akt dokumentiert.

Demnach wollte der Verdächtige von seinem ersten Opfer am 25. Mai ’09 Sex, konnte dies aber nicht. Daraufhin erdrosselte er die 59-Jährige und verletzte ihre Leiche so, dass die Polizei einen Selbstmord nicht ausschließen konnte.

Letzter Beweis durch DNA-Vergleich
Geklärt wurde der Fall aber erst, nachdem am 22. März 2010 derselbe Triebtäter eine 47-jährige Bekannte noch schlimmer zugerichtet hatte, weil er keine zweite Potenz-Blamage verkraften konnte.

Ein DNA-Vergleich nächste Woche soll klären, ob noch Blut vom Opfer am Messer des Täters ist und damit den letzten Beweis liefern.

Kronen Zeitung

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