Do, 14. Dezember 2017

Pensions-Problem

15.04.2010 16:29

Nachwuchs fehlt - sterben jetzt die Ärzte aus?

Ein simpler Fakt hat bei der Ärzteschaft die Alarmglocken schrillen lassen: Das Durchschnittsalter beträgt bereits 55 Jahre. Da Ärzte in Oberösterreich laut Statistik mit 63,5 Jahren in Pension gehen, pressiert's beim Nachwuchs. Die Ärzte fordern eine eigene Medizin-Uni in Linz oder spezielle Assistenten für den ständigen Papierkrieg.

Einerseits gibt's für die Medizinstudenten Zugangsbeschränkungen, andererseits fordert die Ärzteschaft bundesweit dringend neuen Nachwuchs. In Oberösterreich fordern Mediziner und Politiker seit Längerem vehement eine eigene Medizin-Uni, doch bisher zeigte die Bundesregierung den heftigen Avancen nur die kalte Schulter.

Neuer Berufszweig?
Oberösterreichs Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser hofft aber, dass das akademische "Liebeswerben" doch noch zum Ziel führt: "Ich setzte schon darauf, dass die Frau Wissenschaftsminister Beatrix Karl unseren Vorschlag in Ruhe durchliest. Entweder wir bekommen eine neue Medizin-Uni in Linz, für die wir beste Voraussetzungen hätten. Oder es wird eine neue Berufsgruppe an Assistenten ausgebildet, die die Ärzte von der ständig steigenden Bürokratie entlastet. Das Problem ist jedenfalls da. Die Spitäler können teilweise die Fachärztestellen gar nicht nachbesetzen."

Laut dem BZÖ gibt es ein weiteres alarmierendes Anzeichen für den Nachwuchsmangel: Turnusärzte müssen nicht mehr auf ihre Ausbildungsplätze warten – vor Jahren noch undenkbar.

Kronen Zeitung

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