Sa, 18. November 2017

Freude in Schwechat

15.04.2010 12:54

Passagierzuwachs um neun Prozent gegenüber März ‘09

Der Flughafen Wien-Schwechat hat im März um neun Prozent mehr Passagiere abgefertigt als im März des Vorjahres. Das Passagierplus fiel damit auch kräftiger aus als im Vormonat Februar, als es bei 5,4 Prozent lag. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere sei nun auf insgesamt 1.492.135 Fluggäste gestiegen, teilte das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag mit.

Die Flugbewegungen erhöhten sich um drei Prozent, das Höchstabfluggewicht (Maximum-Take-Off-Weight) um 7,7 Prozent, die Fracht um 32,6 Prozent. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm um 9,7 Prozent auf 1.048.337 Passagiere zu, bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien eine Steigerung von 7,8 Prozent.

Ostgeschäft erwies sich als "Turbo"
Wichtiger Motor der Passagierentwicklung war erneut Osteuropa – in diesem Bereich wurde ein Plus von 12,9 Prozent verzeichnet. Nach Westeuropa stieg die Anzahl der Passagiere um 9,2 Prozent. Der Nahe und Mittlere Osten registrierte im März 2010 einen Passagierzuwachs von 22,4 Prozent. Flughafen-Chef Herbert Kaufmann rechnet für das Jahr 2010 mit einem Passagierplus um drei Prozent, diese Zahl sei jedoch "sehr konservativ geschätzt". Er freut sich vor allem über die überproportionalen Fluggastzahlen in den Osten, diese wären voriges Jahr von Rezession und Luftfahrtkrise besonders stark betroffen gewesen.

Wien-Schwechat wird laut Kaufmann in diesen Wochen zudem von vier neuen Airlines angeflogen: Neben British Midland und Alitalia-neu seit Ende März sind das S-7 (Russland) und ab Juni die kuwaitische Wataniya Airways. Vor dem Abschluss noch im ersten Halbjahr stehe man mit einer weiteren "nicht unbedeutenden" Airline. Allen Neulingen gemeinsam sei, dass es sich um keine Billigflieger handle. Die Low-Cost-Carrier hatten in den vergangenen Jahren in Wien das stärkste Wachstum gebracht. Zurzeit wird Wien von 79 Fluggesellschaften angeflogen. 2009 hat der Airport freilich auch einige verloren, die bekannteste war Skyeurope, die pleiteging.

Skylink-Pier-West wohl vor allem für Star Alliance
Ab 2012, wenn das von einer Baukostenexplosion begleitete Terminal "Skylink" fertig ist, wollen Flyniki und Air Berlin den "Pier West" für sich, wie deren Airline-Chefs in der vergangenen Woche erklärt hatten. "Exklusivität gibt es für niemanden", sagte Kaufmann, wohl aber prioritäre Nutzung. So werde Skylink besonders den Airlines der Star Alliance zur Verfügung stehen. Dieser Terminalbau mit seinen zwei Ebenen sei für den Umsteigeverkehr angelegt. Pier West ist ebenfalls für die Größeren gedacht, die auch einen Umsteigeverkehr haben, wie auch Air Berlin/Niki. "Das ist ungefähr das Muster", so Kaufmann.

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