Sa, 21. Oktober 2017

Sonst "Imageschaden"

14.04.2010 14:52

Stadler weiterhin für Frequency in Landeshauptstadt

Trotz zahlreicher Beschwerden von Anrainern wird das Frequency-Festival im August in der Landeshauptstadt stattfinden. "Wer für die Jugend und für eine weltoffene Entwicklung der niederösterreichischen Landeshauptstadt ist, ist auch für ein Frequency in St. Pölten", hat Bürgermeister Matthias Stadler seine Zustimmung für die zweite Auflage des Pop-Festivals am Dienstag begründet.

Bei einem Parteiengespräch im Rathaus stand der Veranstalter Harry Jenner den Stadtpolitikern am Dienstag Rede und Antwort. Mit dem Veranstalter seien alle Verbesserungen im Bereich des Möglichen ausgehandelt worden. Für Stadler liegen mit einem 25-Punkte-Programm die Fakten auf dem Tisch, nun müsse eine klare Entscheidung getroffen werden: "Deshalb wird die Mehrheitsfraktion im Gemeinderat die Verantwortung übernehmen und am 26. April das Frequency-Paket beschließen", kündigte der Stadtchef an.

Absage würde Image der Stadt gefährden
Stadler betonte, er habe sich vehement für die Anliegen der Anrainer eingesetzt. Daneben sei aber auch auf die Interessen der Wirtschaft und der übrigen Bevölkerung zu achten. Es gehe um den Ruf St. Pöltens als gastfreundliche, weltoffene Stadt, als Kultur- und Jugendstätte sowie nicht zuletzt als Wirtschaftsstandort. "Eine Absage des Frequency kommt nicht in Frage, weil die Stadt dadurch einen nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden und einen enormen Imageverlust erleiden würde."

Eine Informationsveranstaltung für Anrainer ist bereits für den 10. Mai geplant. Ab 16. August richtet der Veranstalter, der zudem ein um 50 Prozent ermäßigtes Anrainerticket zur Verfügung stellt, ein "Anrainertelefon" ein. Der Lärmschutz wird im behördlichen Verfahren berücksichtigt.

Umfassendes Müllkonzept soll Anrainer besänftigen
Das gesamte Campingareal, auf dem mindestens 600 Mobiltoiletten aufgestellt werden, wird eingezäunt. Zudem wird ein deutlich größerer Abstand zu den Anrainern eingehalten. Umfassend ist das Müllkonzept: Es wird ein Glasverbot für den gesamten Festivalbereich geben, am Campingplatz werden mehr Müllinseln als im Vorjahr eingerichtet. Auch während des Festivals will der Veranstalter für eine regelmäßige Zwischenreinigung sorgen.

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