Do, 23. November 2017

Explosionsgefahr

13.04.2010 18:22

Lebensgefährlicher Einsatz bei Brand in Halleiner Garage

Zu einem äußerst gefährlichen Einsatz ist die Feuerwehr in Hallein (Tennengau) am Dienstag ausgerückt. In einer Garage direkt an der Salzburgerstraße war ein Brand ausgebrochen. Die Situation war besonders brenzlig, da in einem Raum sechs Gasflaschen lagerten. Diese drohten zu explodieren. Kommandant Otto Miller und seinen Männern gelang es dennoch, die Flammen zu löschen und die Behälter in Sicherheit zu bringen.

Ein Nachbar bemerkte beim Mittagessen plötzlich den Brandgeruch. Als er die Tür zur Garage öffnete, schlugen ihm bereits Flammen entgegen. Der Mann zog sich leichte Verbrennungen an der Hand zu. Er alarmierte sofort die Feuerwehr und schlug bei den Nachbarn Alarm. Alle konnten sich gerade noch rechtzeitig ins Freie retten.

„Als wir ankamen, stand die Garage in Vollbrand. Es war ein lebensgefährlicher Einsatz. In dem Gebäude waren in einer Hobby-Werkstatt eine Acetylen-, eine Propan- und vier Erdgasflaschen gelagert. Die hätten wirklich jede Sekunde hochgehen können“, schildert Einsatzleiter Otto Miller.

Riskante Bergung der sechs Gasflaschen
32 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sie alle mussten in Deckung gehen: „Wir haben uns weit genug entfernt auf den Boden gelegt und mit den Schläuchen auf die Garage gezielt (Bild). So boten wir keine große Angriffsfläche“, berichtete Miller.

Der Brand konnte rasch gelöscht werden. „Es war noch immer riskant, aber wir mussten danach die Gasflaschen rausholen. Mit einer Wärmebildkamera und einem Fernthermometer checkten wir ab, ob sie transportfähig sind. Ich ging dann als Erster in die Garage“, schilderte Miller.

Explosive Behälter mit Bagger abtransportiert
Fünf seiner besten Männer holten die weiteren Gasflaschen ins Freie. „Wir hatten einen Bagger angefordert, in dessen Schaufel sich eiskaltes Wasser befand. Dort kühlten wir die Flaschen.“ Der Bagger brachte die Behälter zur 200 Meter entfernten Salzach. Dort werden sie bis Mittwoch in einem abgesperrten Bereich komplett abgekühlt.

Während der Löscharbeiten musste die Salzburgerstraße gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Staus. Die Garage wurde durch den Brand völlig zerstört. Auch die Fassade des darüber liegenden Mehrparteienhauses wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Wohnungen selbst sind jedoch nicht betroffen.

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung
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