Do, 23. November 2017

„Bereue keinen Euro“

13.04.2010 17:32

Burgstaller über die Entwicklung am Jobmarkt erfreut

"Es gibt nun bereits zwei Monate in Folge weniger Arbeitslose und zuletzt wieder mehr Beschäftigte bzw. Arbeitsplätze als noch ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenrate sinkt ebenfalls seit zwei Monaten und sie ist niedriger als in jedem anderen Bundesland – das sind die erfreulichen Fakten zur aktuellen Arbeitsmarktlage" – diese positive Tendenz hat Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Dienstag bei der Vorstellung des Berichtes über den Salzburger Arbeitsmarkt im Frühjahr 2010 betont.

Seit Mitte des Vorjahres seien die Zuwächse bei den Arbeitslosenzahlen kontinuierlich gesunken, auch der "Schwund" bei den Arbeitsplätzen habe immer mehr zurückgedrängt werden können – allerdings ausgehend von einem für Salzburger Verhältnisse sehr hohen Niveau. Die Entwicklung sei zudem günstiger verlaufen, als in den meisten anderen Bundesländern. Dennoch mahnt man vonseiten der Wirtschaftsforscher zur Vorsicht und spricht von einem "eher zögerlichen Aufschwung".

Burgstaller "bereut keinen einzigen Euro"
Das Land habe rechtzeitig vor der Krise reagiert und bereits 2008 die Weichen für eine massive Erhöhung des Arbeitsmarktbudgets gestellt, für 2010 und 2011 wurde so eine Steigerung von je 55 Prozent beschlossen. Somit stehen nun pro Jahr 7,5 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen zur Verfügung. Schon 2009 konnten durch den "Schlechte-Zeiten-Schutz" die Auswirkungen von Betriebsschließungen entscheidend gemindert werden. "Ich bereue keinen einzigen Euro, den wir investiert haben", sagte die Landeshauptfrau.

Endlich wieder mehr unselbstständig Beschäftigte
Der Leiter des Landesstatistischen Dienstes, Josef Raos, stellte anschließend fest, dass im ersten Quartal erstmals seit dem vierten Quartal 2008 wieder ein leichter Anstieg der Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal verbucht werden konnte. Auf Österreichebene habe sich dagegen der Rückgang bei diesen weiter fortgesetzt - wenngleich in geringerem Ausmaß als im Vorjahr. Konkret seien demnach in Salzburg um 0,3 Prozent mehr und in Österreich um 0,5 Prozent weniger Personen unselbstständig beschäftigt gewesen, als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Salzburg im 1. Quartal 2010 erstmals seit dem 2. Quartal 2008 (im Vergleich zum Vorjahresquartal) wieder gesunken. Zu Jahresbeginn 2010 waren in Salzburg in Summe 13.209 Personen arbeitslos; das waren um 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, während österreichweit noch ein leichter Anstieg um 3,3 Prozent verbucht werden musste. Rund 3.200 Personen stehen derzeit in Schulungen, weiters sind derzeit landesweit rund 1.500 Personen in insgesamt zwölf Betrieben in Kurzarbeit gezwungen.

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