So, 22. Oktober 2017

Nach nur 8 Monaten

12.04.2010 18:06

Schloss Arenberg nach Großbrand 2009 wieder saniert

Die Sanierung des durch den Großbrand im April vergangenen Jahres arg in Mitleidenschaft gezogenen Schlosses Arenberg ist nach nur acht Monaten abgeschlossen worden. Die Baukosten von rund acht Millionen Euro seien zudem durch eine Versicherung völlig gedeckt gewesen. Im Sommer soll dann auch der Skulpturenpark wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein, kündigte Heinrich Spängler, Vorstandsmitglied der Stiftung der American Austrian Foundation (AAF), an.

Das Feuer hatte im Vorjahr den gesamten historischen Dachstuhl sowie große Teil der Deckenkonstruktion zerstört. Durch das Löschwasser wurden zudem die darunter liegenden Stockwerke einschließlich der Räume im Erdgeschoß arg in Mitleidenschaft gezogen. Das Löschwasser habe vor allem die 350 Jahre alten Holzdecken und die fast 250 Jahre alten Fußböden schwer beschädigt sowie die wertvollen Stuckaturen teilweise zerstört.

Im Zuge der Instandsetzungsarbeiten wurden in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt, der Altstadtkommission und der Baubehörde die Decken und Böden sorgfältig ausgebaut und getrocknet. Ohne die gute Zusammenarbeit hätte die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft (gswb) die Sanierung des Schlosses Arenberg in dieser kurzen Zeit nicht umsetzen können, betonte Projektleiter Heinrich Mooslechner.

Um die mit Löschwasser durchtränkten Mauern und Gewölbedecken des Erdgeschoßes trocken zu legen, wurde das Gebäude größtenteils entkernt, der Verputz abgefräst und die Schüttung auf den Gewölbemauern entfernt. Zeitweise waren bis zu 350 Bautrockner im Einsatz und rund 165 Personen auf der Baustelle beschäftigt.

Erstes Seminar im Schloss wieder begonnen
"Jetzt ist das Schloss wieder in dem Zustand, in dem es nach der Renovierung 2005 war", freuen sich Christian Struber, Heinrich Spängler und Wolfgang Aulitzky, die Vorstände der Salzburg Stiftung.
Während Schlossermeister Ewald Mathe die letzten Arbeiten erledigt ("Hier steckt viel Schweiß und Liebe drinnen"), stellen sich die Seminarteilnehmer in der neuen Cafeteria ums Mittagessen an. Direktorin Maria Perndorfer (Bild) erfreut: "Am Samstag hat endlich wieder das erste Seminar begonnen." Kurioserweise exakt jener Kurs, der auch kurz vor dem Brand abgehalten wurde. Teilnehmerin Anastasia Solovjeva (30) aus St. Petersburg: "Das Haus ist wirklich sehr schön geworden."

von Max Grill (Kronen Zeitung) und salzburg.krone.at

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