Sa, 16. Dezember 2017

Vater in Angst

09.04.2010 16:32

Sportlerinnen aus NÖ sitzen in Rio in Fluthölle fest

Zigtausende Obdachlose, Menschen in Panik, Hunderte Tote – weite Teile Brasiliens versinken nach der Flutkatastrophe in Schlamm und Wasser. Mittendrin sind auch die bekannten Volleyball-Schwestern Doris und Steffi Schwaiger aus Niederösterreich. Vater Manfred (50) zittert in der Heimat um die beiden Töchter.

35 Grad im Schatten, weißer Sand und beste Windbedingungen – so war das Training der Schwestern Doris (25) und Steffi Schwaiger (24) in Rio für das Volleyball-Turnier in der Hauptstadt Brasilia eigentlich geplant. Doch es sollte ganz anders kommen. „Es begann alles am Wochenende“, schildern die Sportstars im Telefon-Gespräch mit der „Krone“.

Plötzlich schossen die Wassermassen durch die engen Straßen der Millionenmetropole, Hänge setzten sich in Bewegung und  begruben ganze Ortschaften und Armensiedlungen unter sich. Vorläufige Schreckensbilanz: 14.000 Menschen sind obdachlos, Hunderte Tote sind zu beklagen. „Dutzende Opfer sind  noch unter den Trümmern verschüttet. Wir kommen nicht zu ihnen!“, schildert Feuerwehrchef Pedro Machado.

„Es herrscht Apokalypse“
Die Niederösterreicherinnen aus Großglobnitz weiter: „Wer kann, der flüchtet von hier. Es herrscht Apokalypse. Die schlimmste Flut ist schon vorbei, jetzt kommt aber der Sturm dazu. Orkanartige Böen reißen ständig Palmen um!“

In der Heimat zittert Vater Manfred Schwaiger (50)  um seine Töchter: „Ich stehe ständig über das Handy in Kontakt mit ihnen.“

von Gregor Brandl und Robert Sommer, Kronen Zeitung

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