Sa, 18. November 2017

Spannende Mission

08.04.2010 17:08

Salzburger schickt den „Klima-Spion“ Cryosat 2 ins All

Donnerstag, 15.57 Uhr: Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hebt die Trägerrakete "Dnepr" ab. 16.13 Uhr: Der Satellit "Cryosat 2" wird ausgeklinkt. Kaum einer war bei der Mission des neuen Eisforschungssatelliten so nervös wie der Salzburger Alexander Soucek. Er ist Mitarbeiter bei der Europäischen Raumfahrtorganisation und berichtete der "Krone" exklusiv vom Start.

Es gibt auch noch richtige Satelliten, nicht nur den im aktuellen Superhit von Lena Meyer-Landsrut! Der neueste Streich der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA heißt "Cryosat 2", wurde am Donnerstag aus der unterirdischen Abschussrampe in den Orbit geschossen und ist einer der wichtigsten "Klima-Spione" der Welt.

Zum ersten Mal erfahren Wissenschafter bis auf den Zentimeter genau die Dicke und Ausdehnung der eisigen Polarkappen. Das Geheimnis: Ein Mikrowellen-Radar, das bei jedem Wetter arbeitet.

"Mit Champagner angestoßen"
Der Satellit, der seit Donnerstag in 700 Kilometern Höhe kreist, entstand mit der Mitarbeit eines Salzburgers. Mag. Alexander Soucek arbeitet für die ESA in Rom, bereitet die meisten Satelliten-Missionen mit vor. Unmittelbar nach dem Start berichtete der "Krone"-Weltraumexperte aus der Bodenkontrollstation in Darmstadt: "Es war so bewegend. Wir haben mit Champagner auf die erfolgreiche Mission angestoßen."

Lohnende Investition
Die Erleichterung in der Kontrollstation war spürbar, war doch "Cryosat 1" 2005 abgestürzt, 100 Millionen Euro versanken damals im Nordpolarmeer. Jetzt scheint sich die neuerliche Investition gelohnt zu haben. Die ersten brauchbaren Daten sendet "Cryosat 2" in drei Monaten.

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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