Do, 19. Oktober 2017

2012 geht's los

08.04.2010 16:28

Eisenbahnbrücken-Dilemma – lange Sperre notwendig

Eine vier Monate lange Sperre der Eisenbahnbrücke in Linz - mit dieser Aussage aus dem neuen Gutachten zur Linzer Eisenbahnbrücke hat Autor Josef Fink Stadt und Land Mut gemacht. Er glaubt, dass die Neuerrichtung die kürzeste Sperre nach sich ziehen werde. Wenngleich Vertreter von Stadt und Land diesen Zeitrahmen als "sehr ambitioniert" betrachten.

Bis Ende 2012 kann laut neuestem Gutachten die desolate, 110 Jahre alte Eisenbahnbrücke dank laufender Instandhaltungsmaßnahmen noch benutzt werden. Wobei diese rund 500.000 Euro pro Jahr kosten – und wie sie zwischen ÖBB, Land und Stadt aufgeteilt werden, ist noch Verhandlungssache.

Genauso wie Brücken-Alternativen. Denn laut Gutachten ist die Brücke Ende 2012 endgültig kaputt. Weshalb ein Neubau mit Modulen angedacht wird, für den man den Übergang nur vier Monate lang sperren müsste. Zum Vergleich: Bei einer Generalsanierung, für die die Brücke abmontiert werden müsste, wäre der Übergang für zumindest ein Jahr unpassierbar. Allerdings halten Stadt- und Landesvertreter den Neubau-Zeitplan für unwahrscheinlich.

Luger für Neubau
Dennoch führt für Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger und den Linzer Verkehrsstadtrat Klaus Luger kein Weg an einem Neubau vorbei. "Es soll ja auch die zweite Schienenachse durch Linz über diese Brücke führen", so Luger.

Wobei bereits geprüft wird, ob die alten Pfeiler eine neue, breitere Brücke tragen können – und rechtlich dürfen. Schließlich verlangt die Via Donau bei einem Neubau einen Abstand zwischen den Pfeilern von 100 Metern, was derzeit nicht der Fall ist.

Denkmalamt am Wort
Doch alle Pläne sind nutzlos, sollte sich das Denkmalamt gegen einen Neubau quer legen. "Wir überprüfen das neue Gutachten", sagt Landeskonservator Wilfried Lipp.

Anfang Juni soll diese Prüfung abgeschlossen sein – und danach entschieden werden, wie's weitergeht.

Kronen Zeitung

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