Mi, 13. Dezember 2017

Klares Nein

08.04.2010 12:58

Sobotka lehnt Zusammenlegung von Spitälern ab

Den Vorschlag der niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK), Krankenhäuser aus Kostengründen zusammenzulegen, hat Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka am Donnerstag abgelehnt. Die NÖGKK hatte sich dafür ausgesprochen, weil dadurch Dutzende Millionen Euro eingespart werden könnten.

Eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung sei nicht nur aus medizinischer Sicht notwendig, sondern werde von der Bevölkerung auch gewünscht, betonte Sobotka. Er erteilte damit Vorschlägen von NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter eine Absage. Hutter hatte laut ORF darauf hingewiesen, dass die NÖGKK in diesem Jahr 465 Millionen Euro für die Spitäler zahle. Er sprach sich daher aus Einsparungsgründen für eine Zusammenlegung von Krankenhäusern etwa im Industrieviertel aus. "Hier wäre sicher eine Zentralisierung in manchen Bereichen sinnvoller. Zwischen Neunkirchen und Wiener Neustadt sowie zwischen Baden und Mödling würde ein Krankenhaus genügen", wurde Hutter zitiert.

Sobotka: "Unzumutbare Belastung für Menschen"
Sobotka hielt fest, dass die Landeskliniken-Holding mit ihren 27 Häusern der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Gesundheitsversorgung sei. Die Leistungen seien aufeinander abgestimmt. Spitäler ausgerechnet im Industrieviertel - der bevölkerungsreichsten Region des Landes - zuzusperren, würde eine unzumutbare Belastung für die Menschen bedeuten.

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