Sa, 18. November 2017

Jahr der Extreme

07.04.2010 11:13

Bergrettung blickt auf einsatzreichen Winter zurück

Die auslaufende Wintersaison ist für die Bergrettung extrem gewesen. Die Helfer mussten öfter denn je ausrücken, um Vermisste zu suchen oder Verletzte sicher ins Tal zu bringen. Die größten Sorgen bereiteten wieder risikofreudige Sportler, die sich abseits der Pisten austoben wollten und prompt verunglückten. Insgesamt 14 Mal gab es zudem Lawinen-Alarm. Fünf Opfer konnten geborgen werden, für drei Skifahrer kam jede Hilfe zu spät.

733 Einsätze in 15 Monaten – das ist absoluter Rekord für die Salzburger Bergrettung. "2009 war ein starkes Jahr", bestätigt Bergrettungs-Geschäftsstellenleiter Peter Gruber. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 rückten die Helfer aus Salzburg insgesamt 376 Mal aus. Insgesamt fand die Bergrettung 356 Vermisste. 92 dieser Personen blieben unverletzt.

Zwei Sportler aus Eisarena gerettet
Einer der spektakulärsten Einsätze war die Rettung zweier Wintersportler aus der sogenannten Eisarena in Bad Gastein. Ein 24-jähriger Skifahrer aus Lettland und ein um ein Jahr jüngerer Schwede hatten Ende Februar bei der Abfahrt vom Kreuzkogel eine falsche Abzweigung genommen. Sie gerieten ins Höhkar und schließlich in die Arena, einem Graben mit 300 Meter hohen, 90 Grad steilen Wänden und dutzenden vereisten Wasserfällen.

Im Bild die beiden Wintersportler mit ihren Rettern.

Nicht einmal erfahrene Kletterer wagen sich in dieses Gebiet. Doch die Gasteiner Bergrettung drang mit ihren Profis bis zu den Vermissten vor. Die beiden Männer wurden mit einem 200 Meter langen Seil gesichert und unverletzt bis ins Tal zurück geleitet.

Schwedische Skifahrerin gerettet
Auch eine schwedische Skifahrerin verdankt den Helfern aus dem Gasteinertal ihr Leben. Sie hatte ihre Gefährten aus den Augen verloren und verirrte sich in der Folge bei der Abfahrt vom Kreuzkogel. Die junge Frau landete in der "Hohen Rinne", einem extrem steilen Gelände. Sie konnte noch per Handy Hilfe rufen. Als die Dämmerung einbrach, glaubte die Schwedin, sie müsse die Nacht am Berg verbringen. Doch sie konnte rechtzeitig gerettet werden.

Unvergesslich bleibt den Einsatzkräften auch eine Suchaktion nach einem Lawinenabgang in Mittersill. Ein Deutscher und eine Schwedin überstanden das Unglück unverletzt.

Kronen Zeitung

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