Sa, 16. Dezember 2017

4.000 Betroffene

05.04.2010 12:59

Dicke Luft wegen Rauchverbot bei Gastronomen

In knapp drei Monaten läuft die Übergangsfrist für das Rauchverbot in Österreichs Lokalen aus. Bis dahin müssen die Betriebe das Rauchen gänzlich verbieten oder einen abgetrennten Raum für den Tabakkonsum errichtet haben. Eine Ausnahme bleibt lediglich für Gasstätten mit einer Verabreichungsfläche von bis zu 50 Quadratmeter Größe, die Zigarettenqualm weiter erlauben dürfen.

Angefreundet hat sich mit dieser Regelung nach mehr als einem Jahr kaum ein Gastronom. Viele fürchten eine weitere Verschärfung, andere hingegen wünschen sich im Sinne von Gerechtigkeit einen totalen Bann.

Unter den Salzburger Gastronomen herrscht großer Unmut, sagte der Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Salzburg, Maximilian Nöhammer. Einige Betreiber hätten bereits Umbaumaßnahmen getroffen.

"Ich vermute aber, ein Großteil hat es nicht getan. Weil sie nicht wissen, ob nicht der Gesundheitsminister in 14 Tagen ein generelles Rauchverbot verhängt", so Nöhammer. "Sie vermissen von der Politik die erforderliche Rechtssicherheit."

Nur wenige bauen um
Von den rund 4.000 Gastronomiebetrieben in Salzburg "haben zumindest 600 bis 700 Betriebe" um Umbauten bei den zuständigen Bezirkshauptmannschaften angesucht, sagte der Geschäftsführer der Sparte Gastronomie, Markus Hofmann.

Im Land Salzburg gebe es viele Kleinbetriebe, die in die 50-Quadratmeter-Regelung fallen. Welche davon sich nun als raucherfrei deklarieren oder das Rauchen weiterhin erlauben, darüber konnten die beiden Sparten-Vertreter keine zahlenmäßigen Angaben machen.

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