Sa, 18. November 2017

Wirbel um Kameras

01.04.2010 16:21

FPÖ sauer über Videokameras in Gmunden

Riesengroß ist ist derzeit die Aufregung über eine Kameraktion in Gmunden. Die ÖVP hat im Alleingang beschlossen, das Konsumverhalten der Passanten mittels Videokameras zu erfassen. "Sang und klanglos" sei die Installation, wie beispielsweise am K-Hof (Bild), über die Bühne gegagnen, so der Hauptkritikpunkt der Gmundner FPÖ.

"Von der Videoanalyse der Passanten habe ich aus der Zeitung erfahren. Bis jetzt hat uns niemand informiert. Auch im Gemeinderat wurde nie über das Projekt geredet", erklärt Gerald Grampelhuber von der Gmundner FPÖ. Die ÖVP habe im Alleingang die Installation von acht Messstationen beschlossen. "Vor zwei Jahren wollte man an öffentlichen Plätzen im Kampf gegen Vandalismus Kameras    installieren – das wurde aus Datenschutzgründen abgeblasen", so Gramplhuber.

Daten werden täglich ausgewertet
Bereits seit drei Monaten laufen die Messungen. Wirschaftsreferent Gottfried Schrabacher (ÖVP) kann die Kritik nicht verstehen. "Die Daten werden täglich ausgewertet. Und die Bilder, bei denen man keine Einzelheiten sieht, werden jeden Tag gelöscht."

Die Datenschutzkommision in Wien gibt sich unterdessen zurückhaltend. "Jeder, der Daten von Personen verarbeitet, muss im Datenverarbeitungsregister gemeldet sein", sagt Thomas Sonnenschein, stellvertretender Chef aus dem Verarbeitungsregister. Man bräuchte rasch Lösungen für die Probleme der Stadt. Da hilft die Videoanalyse nicht.

von Friederike Mallner "OÖ Krone"

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