Sa, 18. November 2017

Operation „Java“

01.04.2010 14:31

Hälfte der Beute zugeordnet - Bosse weiter in U-Haft

Alle in Österreich verhafteten Mafia-Verdächtigen, deren Vereinigung im Zuge der Operation "Java" rund um den 15. März bei europaweiten Festnahmen zerschlagen worden war, bleiben in Untersuchungshaft. Eine Sisyphos-Arbeit stellt für die Polizei derzeit die Zuordnung des sichergestellten Beuteguts dar: Obwohl man in Niederösterreich bereits die Hälfte der Beute den Geschädigte zugeordnet habe, seien noch Tausende Gegenstände übrig.

Allein in den zwei Wochen vor der großangelegten Festnahmeaktion erbeuteten die Kriminellen in Wien 37 Kilo Schmuck. Nach Ostern würden Fotos des herrenlos gebliebenen Diebesguts online gestellt. Dies soll die Besitzersuche beschleunigen.

Weitere Verdächtige festgenommen
Über die Untersuchungshaft der Beschuldigten wurde diese Woche entschieden. Laut Gerichtssprecherin Christina Salzborn wurden in Wels in Oberösterreich weitere Georgier verhaftet und in U-Haft genommen. Laut Marakovits wird derzeit überprüft, ob die jüngst Festgenommenen ebenfalls zur Mafia-Gruppe gehören könnten. Möglich wäre, dass sie als "Soldaten" Befehle von Bossen ausgeführt haben. Anhaltspunkte dafür lagen noch nicht vor.

Den mutmaßlichen Mafiosi aus Georgien wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation sowie gewerblicher Diebstahl, Erpressung, bewaffneter Raub, Hehlerei und Geldwäsche zur Last gelegt. Neben 25 Verhaftungen in Österreich - gefasst wurden auch zwei Mafia-Paten - gab es rund um den 15. März 22 Festnahmen in Deutschland, 24 in Spanien, elf in der Schweiz und vier in Italien. In Wien soll die Mafiaorganisation für 30 Prozent der Wohnungseinbrüche verantwortlich sein.

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