So, 22. Oktober 2017

"The Open Road"

11.04.2010 11:37

John Hiatt kehrt auf 19. Studio-Album zum Rock zurück

Der Blick auf das Leben durch den Rückspiegel war die Idee, die John Hiatts jüngstem Album zugrunde lag. In all den Jahren zuvor handelten seine Songs immer davon, nach Hause zu kommen, wie der 57-Jährige auf seiner Homepage schreibt - nicht aber auf "The Open Road", seinem 19. Studioalbum. Das Zuhause, ob geografisch oder spirituell, ist für Hiatt diesmal also nicht das Ziel. Stattdessen steht der Fluss des Lebens im Mittelpunkt, einschließlich optimistischem Blick nach vorn.

Musikalisch ist "The Open Road" im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben eine Rückkehr zum Rock in seinen verschiedenen Varianten. War "Master of Desaster" 2005 eine stilistisch breitgefächerte Mischung aus Rootsrock, Blues, Ragtime und Honkytonk, bot "Same Old Man" 2008 überwiegend akustische Arrangements, die einfach entspannt und gut gelaunt wirkten und viel von der Liebe handelten. Und nun also wieder vor allem richtiger Rock in der Americana-Version, mit den passenden Titeln für ein Road-Movie.

Bunte Stil-Mischung
Mit dem Titelsong als Opener legt Hiatt druckvoll los, weiter geht es mit "Haulin'", einem vorwärtsdrängenden Rockabilly-Stück, das den "On the road"-Mythos feiert, über "Go Down Swingin'" im erzählenden Dylan-Stil bis hin zum wehmütigen Blues-Rückblick "Like A Freigh Train". Weiter finden sich auf dem Album der Swamp-Rocker "My Baby", das beschwingt vor sich hinrollende "Homeland" - eine Hommage an die Ureinwohner Amerikas -, die Ballade "Wonder Of Love" und das treibende "What Kind Of Man", das ein bisschen nach Rolling Stones klingt. Der perfekt ins Road-Movie passende Slowrocker "Movin' On", die Ballade "Fireball Roberts" - ein Stück über den in den 50er-Jahren berühmten NASCAR-Rennfahrer Glenn Roberts - und das Liebeslied "Carry You Back Home" beschließen das Set.

Album im Studio seiner Farm aufgenommen
All dies setzt Hiatt mit seiner aktuellen Live-Band mit dem hübschen Namen The Ageless Beauties um: dem jungen Studiogitarristen Doug Lancio aus Nashville, der bereits für etliche Größen der Branche gespielt hat, sowie Bassist Patrick O'Hearn und Drummer Kenneth Blevins. Dazu noch Hiatt selbst mit akustischer und E-Gitarre und seiner markanten Stimme, und das war's dann auch schon an Instrumentierung. Alle elf Titel schrieb Hiatt selbst, und aufgenommen wurden sie, wie das Vorgängeralbum, größtenteils live in einer zum Studio umgebauten Garage auf seiner Farm in Nashville, Tennessee. (APA/apn)

7 von 10 Road Movies

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