Do, 23. November 2017

Im „Übermut“

26.03.2010 15:09

Junges Trio zieht auf Friedhof Spur der Verwüstung

Eine Jugendbande, die offenbar weder Respekt vor der Totenruhe noch vor fremdem Besitz kennt, hat in Klein Pöchlarn und Pöchlarn ihr Unwesen getrieben. Der Polizei ist es nun gelungen, drei Verdächtige im Alter von 16, 17 und 18 Jahren auszuforschen, auf deren Konto insgesamt acht Sachbeschädigungen (drei davon schwer), zwei Diebstähle und in mindestens 44 Fällen eine Störung der Totenruhe gehen sollen.

In der Nacht des 12. September 2008 begann die Zerstörungstour der Jugendlichen: 44 Gräber wurden teilweise verschandelt. Die vorerst unbekannten Täter entwendeten Kerzen aus Grablaternen und verschmutzten mit dem Wachs viele der letzten Ruhestätten. Einige Kerzen wurden am Friedhofsgang aufgestellt.

Zahlreiche Gegenstände angezündet
Damit begnügten sich die Vandalen jedoch nicht. Gestecke, Blumentöpfe, ein Bildstock mit einer historischen Christusfigur und ein Gedenkkranz vor einem Kriegerdenkmal fielen ebenfalls der Zerstörungswut der Jugendlichen zum Opfer. Teilweise wurden die Gegenstände sogar angezündet – dabei wurden auch Fassaden, das Denkmal und die 150 Jahre alte Figur beschädigt. Zeitungsständer wurden ebenfalls aufgebrochen und das Geld entwendet.

Am 25. Juni 2009 schlug die Bande schließlich noch einmal zu: Eine Seitenplane in einem Gasthaus in Pöchlarn wurde ruiniert.

Ca. 2.200 Euro Schaden - Wiedergutmachung 
Hinweise aus der Bevölkerung und umfangreiche Ermittlungen führten die Polizeibeamten schließlich auf die Spur eines jungen Trios: Dem 16- und dem 17-Jährigen werden die Delikte zur Last gelegt, der 18-Jährige soll lediglich an den Sachbeschädigungen der Zeitungsständer beteiligt gewesen sein. Die Verdächtigen zeigten sich geständig und gaben als Tatmotiv "Übermut" an.

Bei den Zerstörungsaktionen dürfte ein Schaden von 2.185 Euro entstanden sein – der meiste davon an der alten Christusfigur. Die Beschuldigten sollen laut Polizei bereits eine Wiedergutmachung geleistet haben.

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