So, 17. Dezember 2017

Cerwenka muss gehen

25.03.2010 13:21

Leichtfried ist neuer Klubobmann der SP im Landtag

Günther Leichtfried statt Helmut Cerwenka – mit dieser Rochade hat die SPNÖ auf den gesundheitlich angeschlagenen Zustand des bisherigen Klubobmanns der SP im Landtag reagiert. Der bisherige Stellvertreter Cerwenkas wurde einstimmig gewählt, teilten die Sozialdemokraten mit, selbiges gelte für den neuen Klubvize Gerhard Razborcan.

Leichtfried (60) ist seit Juni 1997 Bürgermeister von Wieselburg (Bezirk Scheibbs). 1998 zog er in den Bundesrat ein, ein Jahr später wechselte er in den Landtag. Seit 2008 war er stellvertretender Klubobmann und fungiert zudem bis zum heutigen Tag als Umwelt- und Landwirtschaftssprecher. "Ich freue mich über den großartigen Rückhalt im SP-Klub und die Wahl zum Klubobmann. Wichtig ist mir ein Auftreten gegen persönliche Egoismen und ein Eintreten für mehr Gerechtigkeit und Solidarität in einer Gesellschaft, in der zunehmend der Stärkere den Schwächeren verdrängt", so Leichtfried.

Cerwenka fiel Schritt nicht leicht
"Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, denn die Landespolitik war viele Jahre mein beruflicher Lebensinhalt. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich mich aber für diesen Schritt entschließen", betonte Cerwenka, der seit März 2008 als Klubchef der SPNÖ im Amt gewesen war. Bis zur Nachfolgeregelung wird er sein Mandat weiter ausüben. Cerwenka gehört dem Landtag seit 1995 an. "Ich werde jedenfalls weiterhin der SPNÖ mit meinem Wissen und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen", richtete der der scheidende Klubobmann aus.

SP-Chef Leitner: "Gesundheit geht vor"
Die Entscheidung sei "zu respektieren". Gesundheit gehe vor, reagierte der Landesvorsitzende der Sozialdemokraten, Landeshauptmann-Stellvertreter Sepp Leitner, auf das Ausscheiden Cerwenkas. In Leichtfried sehe er freilich einen "kompetenten und gewissenhaften Nachfolger. Ich freue mich über die Wahl von Leichtfried zum neuen Klubobmann und ich bin mir mit ihm an der Spitze des Klubs einer nahtlosen Fortsetzung der guten und konsequenten Arbeit gewiss."

Grüne reagieren mit Spott und Hohn
"Vom Auslaufmodell zur Zukunftshoffnung", kommentierte Thomas Huber, Landesgeschäftsführer der Grünen, in Erinnerung an 2008 die Personalentscheidung. Zur Erinnerung: Nach dem enttäuschenden Abschneiden der SP bei der Landtagswahl 2008 mit einem auf 15 Mandatare geschrumpften Klub hatte Günther Leichtfried zunächst um seinen Sitz zittern müssen. In der Folge war von einer "Halbzeit-Lösung" die Rede. Leichtfried sollte sich mit Adelheid Ebner die Legislaturperiode teilen. Dennoch wurde der Wieselburger Anfang April 2008 zum stellvertretenden Klubobmann gewählt.

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