So, 17. Dezember 2017

Häuser sollen weg

25.03.2010 09:55

Entsetzen über Abrisspläne in der Strubergasse

Es ist eine ruhige Insel mitten im belebten Lehen: Viel Grün wächst in der Siedlung an der Strubergasse, es gibt Spielplätze für die Kinder. Doch jetzt droht einigen Häusern der Abriss. Ein Geheimpapier des Bauressorts sieht hier eine "Verdichtung" vor.

"Nein", entfährt es spontan Herrn Auer, als er erstmals von den Abrissplänen hört. Josefine Certner rechnet: "Wer kann sich dann die hohen Mieten leisten?"

Von einem Nürnberger (!) Büro sind die Pläne, die für Ärger und Entsetzen bei den Bewohnern sorgen. Am 19. April werden sie präsentiert – die 'Krone' hat schon alle Details (siehe Grafik in der Infobox). Und die verheißen nichts Gutes.

Wohnblocks abreißen und neu bauen
Statt 482 Wohnungen soll die Siedlung dann 553 haben – "Verdichtung" nennen das die Planer. Dafür wollen sie einige Wohnblocks abreißen und neu bauen. Höher natürlich, die übrigen möchten sie um zwei Etagen aufstocken. Zum Teil sollen die Mieter während der Arbeiten in den Wohnungen bleiben. Das kommt billiger…

Mieten würden steigen
Wie hoch die Mieten dann wären, verrät keiner. Dass sie deutlich steigen, ist fix. Auch das Parken würde teuer: Die Planer wollen eine Tiefgarage mit 300 Plätzen unter der Siedlung. 60 Euro im Monat kostet der Stellplatz, der "normale" Parkplatz in der Siedlung bis zu 40 Euro.

Auch Stadtchef dagegen
Widerstand gegen die Abrisspläne kommt auch aus dem Schloss Mirabell: "Auf keinen Fall", sagt Stadtchef Heinz Schaden. Er will nur eine Sanierung der Gebäude: "Bei einem Neubau zahlen nur die Mieter drauf!"

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung
Bild: Drei Generationen – und alle sind einig: "Ein Abriss wäre völlig unnötig", erklärt Peter Schindler. "Wir sind hier aufgewachsen", erzählen Jennifer Geist (mit ihrer Angelina) und Tanja Hübl (mit Noel): "Da fühlen sich auch unsere Kinder wohl!"

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