So, 22. Oktober 2017

"Es geht nicht mehr"

24.03.2010 12:28

LKH-Betriebsrat tritt aus Protest zurück

Am Dienstag ist der Betriebsrat der Angestellten des Salzburger Landesspitals aus Protest zurückgetreten. "Die Politik lässt unser Krankenhaus im Stich", klagt Christine Vierhauser als Chefin der Personalvertreter. "Seit zwei Jahren werden wir nur hingehalten, keiner hilft – obwohl die argen Personalnöte alle kennen!"

"Es geht nicht mehr", sagt Vierhauser. "Für die Mitarbeiter ist die Lage nicht länger erträglich." 60 Posten im Spital sind unbesetzt – die Arbeit müssen die Kollegen zusätzlich machen. 270.000 Überstunden für die Schwestern, Pfleger und Mediziner im Jahr – das entspricht weiteren 150 Dienstposten.

"Die Probleme sind in der Regierung schon seit Jahren bekannt, aber es gibt keine Hilfe. Stattdessen fordert die Politik noch mehr Leistungen, spart aber bei den Mitarbeitern knallhart", erklärt Christ-Gewerkschafterin Vierhauser. Ihr Vorwurf: Die Spitals-Mitarbeiter werden zum "Spielball" der Politik gemacht. Nach dem Rücktritt wird die Neuwahl von November auf Mai vorgezogen.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

 

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).