Mo, 20. November 2017

Zweites Team nötig

24.03.2010 15:32

Zu wenig Bergputzer: Gefahr von Steinschlägen

Salzburgs Bergputzer sollen jährlich 200.000 Quadratmeter Felsfläche kontrollieren, um so die Steinschlaggefahr zu verringern. Doch sie können den Arbeitsaufwand nicht mehr bewältigen. "Uns fehlen zwei Bergputzer. Von den elf Planposten sind nur neun besetzt. Die fehlenden zwei Stellen werden aufgrund des Personal-Aufnahmestopps nicht mehr nachbesetzt", kritisierte der zuständige Dienststellenleiter im Magistrat, Philipp Münch.

Die Seilschaften nehmen die Steilflächen der Felswände der fünf Stadtberge sehr gewissenhaft unter die Lupe. Aufgrund des Personalmangels sei ihre Leistungsfähigkeit aber reduziert und man komme langsamer voran, erklärte Münch. "Im Herbst geht ein Mitarbeiter auch noch in Pension. Dann fehlt ein weiterer Bergputzer."

Gefahr für die Bevölkerung
Bei einem Lokalaugenschein hat sich die ressortzuständige Baustadträtin Claudia Schmidt (ÖPV) am Dienstag selbst ein Bild von der prekären Situation gemacht. Wegen des fehlenden Personals sei in den vergangenen Jahren einiges verabsäumt worden: "Bäume hängen über Felsen, viele Bäume wachsen in den Fels hinein. Die Wurzeln sprengen das Gestein auf. Auf dem Kapuzinerberg liegen noch Bäume vom Sturmtief Paula herum." Wer in der Basteigasse die mit Efeu bewachsenen Wehrmauern entlang spaziere, sehe herabgefallene Steinbrocken am Boden liegen. "Das gehört dringend erledigt. Es herrscht massiver Handlungsbedarf."

Zweites Team erforderlich
Damit es keine gefährlichen Stellen mehr gebe und das Versäumte aufgearbeitet werden könne, "brauchen wir ein zweites Team. Insgesamt sind dazu sechs zusätzliche Bergputzer erforderlich", meinte die Stadträtin. Doch der Personalchef des Magistrats habe bereits abgewunken.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden